Nahaufnahme eines montierten Winterreifens auf einer verschneiten Straße.
Bildrechte: IMAGO

Winterreifen Pflicht oder Empfehlung?

Auf vereisten Straßen gibt es jedes Jahr das gleiche Bild: Autos stellen sich quer, kommen eine Steigung nicht hinauf oder bleiben trotz Vollbremsung nicht rechtzeitig stehen. Schuld sind dann oft Sommerreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen. Wer sich erwischen lässt, muss tief ins Portemonnaie greifen. Wir klären die wichtigsten Fakten zur Winterreifenpflicht.

Nahaufnahme eines montierten Winterreifens auf einer verschneiten Straße.
Bildrechte: IMAGO

In der Werkstatt Winterreifen aufziehen lassen, ist für viele Autofahrer ein lästiger Termin, der gerne so weit wie möglich nach hinten geschoben wird. Wer aber zu lange damit wartet, könnte im Winter ernste Probleme bekommen, meint Johannes Boos vom ADAC:

Es gibt eine Winterreifenpflicht, aber die ist situativ. Das bedeutet, diese Pflicht mit Winterreifen oder Ganzjahresreifen unterwegs zu sein, gilt nicht für einen bestimmten Zeitraum, der vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Bei winterlichen Straßenverhältnissen – Schnee, Eis, Eisglätte – da müssen sie eben mit entsprechender Winterausrüstung unterwegs sein. Das ist Pflicht. Das heißt: Ganzjahresreifen oder Winterreifen.

Richtiger wäre deshalb vielleicht der Ausdruck Sommerreifenverbot bei winterlichen Straßenverhältnissen. Wer trotzdem fährt, muss mit Strafen rechnen, wenn er erwischt wird. Ein Bußgeld von 60 Euro wird dann fällig und es gibt einen Punkt in Flensburg. Wer darüber hinaus den Verkehr noch behindert oder sogar gefährdet, muss 80 Euro zahlen.

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2016, 15:37 Uhr