Nahaufnahme eines montierten Winterreifens auf einer verschneiten Straße.
Bildrechte: IMAGO

Aktueller ADAC Reifentest Billige Winterreifen sorgen für eine Überraschung

Der ADAC hat wieder Winterreifen getesten. Das Ergebnis freut den Geldbeutel, denn billige Reifen schneiden mittlerweile besser ab, als Premiumreifen.

Nahaufnahme eines montierten Winterreifens auf einer verschneiten Straße.
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Das teuer nicht immer auch gut bedeutet, ist kein Geheimnis. Regelmäßig kommt bei Tests raus, dass teure Produkte hinter den Erwartungen zurückbleiben. Der ADAC hat in seinem aktuellen Winterreifentest eine ganz ähnliche Erfahrung gemacht. Die Billigreifen der großen Hersteller waren teilweise besser, als die teuren Premiumwinterreifen.

Billigreifen (fast) auf der Pole Position

Krassestes Beispiel aus dem Test: Das Zweitprodukt von Michelin "Kleber Krisalp HP3" erzielt mit einem "gut" den dritten Platz in der Wertung. Der Premiumreifen Michelin Alpin 5 vom selben Hersteller landet dagegen nur Platz zwölf. Ähnlich verhält es sich mit Reifen von Goodyear. Lediglich ein Reifen aus der SUV-Klasse bekam die Note mangelhaft.

Untersucht wurden Kriterien wie Verschleiß und Spritverbrauch. Auch da gab es bei der SUV-Reifendimension himmelweite Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen. Teilweise liegen mehrere 10.000 Kilometer Lebensdauer zwischen den Reifen. Ähnliches gilt auch für den Spritverbrauch. Zwischen dem besten und dem schlechtesten Reifen liegen laut ADAC ein Unterschied von immerhin 0,5 Liter pro Kilometer.

Es gleicht sich aus

Das Fazit des ADAC: Billige Winterreifen sind nicht unbedingt schlecht. Allerdings lässt sich mit den teureren Modellen das Geld durch geringeren Verschleiß und weniger Spritverbrauch wieder reinholen. Auf lange Sicht spart man also bei beiden Varianten.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 29. September 2017 | 14:16 Uhr