Wildtiere
Bildrechte: IMAGO

Achtung, Wildwechsel! Die Unfallgefahr steigt

Im Herbst beginnt wieder die Wildwechsel-Zeit: Ungefähr 200.000 Wildunfälle werden jedes Jahr gemeldet. Damit es nicht zu Unfällen kommt, gibt es einiges zu beachten.

Wildtiere
Bildrechte: IMAGO

Häufiger Wechsel gerade in der Dämmerung

Gerade in Wäldern und an Wiesen läuft häufig Wild über die Straße. Aber auch an Autobahnen gibt es immer mal wieder wechselnde Rehe und anderes Wild. Besonders in der morgendlichen und abendlichen Dämmerung sind die Tiere aktiv und genau zu diesen Zeiten, gibt es dann auch oft Berufsverkehr auf den Straßen.

Tipps: So verhaltet ihr euch bei Wildwechsel richtig

Auf Warnschilder "Wildwechsel" achten

Auf Warnschilder "Wildwechsel" achten

Seht ihr ein Warnschild am Straßenrand solltet ihr am besten gleich den Fuß vom Gas nehmen und langsam und konzentriert fahren. Seid bremsbereit, denn in den meisten Fällen taucht das Wild ganz nah am Auto auf der Straße auf.

Auf keinen Fall ausweichen

Auf keinen Fall ausweichen

Stehen Tiere auf der Fahrbahn, ist das Wichtigste: schnellstmöglich auf die Bremse zu treten und das Lenkrad festzuhalten. Ausweichmanöver enden schnell im Gegenverkehr oder an einem Baum. Wenn man das Tier rechtzeitig sieht und nicht zu schnell unterwegs ist, hat man gute Chancen, eine Kollision zu vermeiden. Danach sollte man vorsichtig weiterfahren, denn die Tiere sind selten alleine unterwegs.

Abblenden, bremsen, hupen

Abblenden, bremsen, hupen

Seid ihr im Wald unterwegs, schaltet ihr am besten das Fernlicht an (sofern ihr niemanden blendet), denn so wirken die Augen von Wildtieren wie Rückstrahler und sie sind besser zu erkennen. Taucht ein Wildtier im Scheinwerferlicht eures Autos aus, solltet ihr sofort abblenden, bremsen und hupen. Lasst ihr das Fernlicht an, kann es sein, dass die Tiere vor eurem Auto erstarren.

Nach einem Crash – Was ist zu tun und wer zahlt?

Trotz aller Vorsicht sind Wildunfälle manchmal nicht zu vermeiden. Dann sollte die Unfallstelle mit Warndreieck abgesichert und die Polizei oder der zuständige Jäger verständigt werden. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen besteht eine Meldepflicht für Wildunfälle. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld. Wichtig ist, das verletzte Tier selbst nicht zu berühren und unter keinen Umständen mitzunehmen. Damit die Versicherung eventuelle Schäden am Auto zahlt, sollten außerdem Fotos von Spuren am Auto gemacht werden. Die Reparaturkosten übernimmt in den meisten Fällen die Teilkasko-Versicherung.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 12. September 2017 | 18:15 Uhr