Ein Mann hält sich eine Mobiltelefon an sein Ohr
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Smartphone-Vergleich So sehr strahlt dein Handy

Handys können immer mehr und werden gleichzeitig immer strahlungsärmer. Das geht aus einer aktualisierten Übersicht des Bundesamtes für Strahlenschutz hervor. Hier könnt ihr nachschauen, wie gut euer Smartphone abschneidet.

Ein Mann hält sich eine Mobiltelefon an sein Ohr
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In Deutschland sind immer mehr strahlungsarme Handys auf dem Markt. Das geht aus einer neuen Übersicht des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) hervor. Danach liegt der Anteil der strahlungsarmen Handys bei 40 Prozent. Werden keine alten und nur die aktuellen Modelle betrachtet, sind es 55 Prozent. Die Geräte werden also immer besser.

Diese Werte sind okay

Es gibt zwei Grenzwerte: Als strahlungsarm gelten Geräte, die bei Betrieb am Kopf einen maximalen SAR-Wert von 0,6 Watt pro Kilogramm nicht überschreiten. Der maximale SAR-Wert um gesundheitliche Wirkungen auszuschließen liegt bei zwei Watt pro Kilogramm. Gängige Geräte erzeugen beim Telefonieren deutlich niedrigere Werte. Der SAR-Wert steht für "Spezifische Absorptionsrate" und ist ein Maß für die vom Körpergewebe aufgenommene Hochfrequenzenergie bei der Nutzung von Mobiltelefonen. Der angegebene Wert eines Telefons gilt für den maximalen Betrieb, etwa bei der Suche nach Empfang in Gebieten mit wenig Sendemasten. Hält man sich in Gegenden mit guten Empfangsmöglichkeiten auf, ist der SAR-Wert eines Handys geringer.

So strahlt euer Handy

Wir haben einige der derzeit beliebtesten Top-Smartphones verschiedener Hersteller verglichen. So hoch ist ihr SAR-Wert in Watt pro Kilogramm:

Samsung Galaxy S8
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Samsung Galaxy S8

Galaxy S8

0,32

Samsung Galaxy S7
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Samsung Galaxy S7

Galaxy S7

0,41

HTC U11
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HTC U11

U11

0,45

Microsoft Lumia 950
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Microsoft Lumia 950

Lumia 950

0,47

iPhone SE
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Apple iPhone SE

iPhone SE

0,72

Sony Xperia XZ
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Sony Xperia XZ

Xperia XZ

0,85

iPhone 6S
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Apple iPhone 6s

iPhone 6s

0,87

Huawei P10
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Huawei P10

P10

0,96

Apple iPhone 7

iPhone 7

1,38

Zur kompletten Liste

Das Bundesamt für Strahlenschutz führt auf seiner im Internet veröffentlichten Liste knapp 3.000 neue und ältere Geräte auf, selbst solche, die nicht mehr produziert werden.

Bundesamt rät dennoch zur Vorsicht

Obwohl Handys technisch immer mehr könnten, seien sie gleichzeitig strahlungsärmer geworden, das sagte die Präsidentin des BfS (Bundesamt für Strahlenschutz) Inge Paulini. Das zeige, dass technischer Fortschritt, Nutzerfreundlichkeit und Strahlenschutz nicht im Widerspruch stünden. Dennoch rät Paulini zu eine umsichtigen Gebrauch der Handys. Sie wies daraufhin, dass die steigende Zahl von Anwendungsmöglichkeiten zu einer intensivieren Nutzung der Geräte führen kann.

Gesundheitliche Folgen nicht genau geklärt

Die Auswirkungen der Handynutzung auf die Gesundheit werden seit langem diskutiert. In Studien konnte bislang kein erhöhtes Risiko etwa für Hirntumore oder Tumore des Hörnervs nachgewiesen werden. Auch in anderen Studien zeigte sich kein Zusammenhang zwischen Handynutzung und dem Risiko, an Krebs zu erkranken. Wie sich Mobilfunk langfristig auf die Gesundheit auswirkt, ist aber noch unklar.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP am Mittag | 04.09.2017 | 12:45 Uhr