Eine Mädchen steckt eine Münze in ihr Sparschwein
Bildrechte: IMAGO

Weltspartag Lohnt sich Sparen heute noch?

Mit dem mühsam erarbeiteten Geld ab zur Bank - in der Hoffnung darauf, am Ende mehr zu haben. So in etwa funktioniert das Modell vom klassischen Sparen. Doch lohnt sich Sparen überhaupt noch angesichts der historisch niedrigen Zinsen?

Eine Mädchen steckt eine Münze in ihr Sparschwein
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Volles Sparschwein, rotes Sparbuch, die Freude über ein kleines Geschenk für’s fleißige Sparen – Erinnerungen, die der ein oder Andere bestimmt noch aus seiner Kindheit an den Weltspartag hat. Während Luftballons und Kugelschreiber für Kinder vielleicht noch ein Anreiz sind, das Taschengeld nicht komplett auszugeben, können viele erwachsene Sparer bei dem Gedanken an ein Sparkonto häufig nur ironisch lächeln: Zu niedrig die Zinsen, um vom Monatslohn auch noch etwas bei der Bank zurückzulegen.

Die Idee zu einem Tag, der sich mit allen Tipps und Tricks rund um das Thema Sparen beschäftigt, gibt es in Europa seit mehr als 90 Jahren. Sinn dieses Tages war und ist es, Lust auf’s Sparen zu machen. Traditionell wird der Weltspartag Ende Oktober "gefeiert".

Sparen lohnt sich – auch bei niedrigen Zinsen

Doch einen guten Grund zum Feiern gibt es für Sparer momentan nicht. Die Zinsen sind auf einem extrem niedrigen Niveau. Mühsam Erspartes lässt sich auf einem klassischen Sparkonto heute kaum noch in Vermögen umwandeln. Allerdings lohnt es sich trotzdem, den Monatslohnt nicht ganz zu verprassen und etwas zur Seite zu legen.

Wenn Auto oder Fernseher kaputt gehen oder der Vermieter eine Nachzahlung einfordert, ist es gut, etwas Erspartes auf dem Festgeld- oder Tagesgeldkonto zu haben

Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von finanztip.de

Denn auch wenn die Zinsen für’s Sparen nicht besonders hoch sind – umso höher sind sie, wenn für Reparaturen und Co. spontan das Konto in den Dispo gezogen werden muss.

Geldanlage: Unabhängige Beratung oder selbst informieren

Die Möglichkeiten, sein Geld außerhalb eines klassichen Sparkontos für sich arbeiten zu lassen sind groß und für Laien oftmals schwer zu überblicken. Sich bei der Bank in puncto Geldanlage beraten zu lassen, liegt da nahe. Doch Banken verfolgen natürlich häufig das Interesse, Sparangebote möglichst zu deren Vorteil und zum Teil mit hohen Gebühren zu verkaufen. Eine eigene Recherche im Netz kann überflüssige Kosten verhindern.

Die Investition in Aktien kann beispielsweise eine Alternative zum Sparbuch sein. Von Bitcoins als Sparmaßnahme rät Hermann-Josef Tenhagen hingegen deutlich ab. Die Digitalwährung sei keine Geldanlage im eigentlichen Sinne.

Da können Sie auch an die nächste Pferderennbahn gehen. Das geht rauf und runter. Bitcoins sind Spielgeld.

Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von finanztip.de

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 30. Oktober 2017 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2017, 15:54 Uhr

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