Klimawandel
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Welterschöpfungstag Die Rohstoffe der Welt sind ab heute aufgebraucht

Heute ist Welterschöpfungstag. Das bedeutet, dass mit dem 2. August die Rohstoffe der Welt für dieses Jahr eigentlich aufgebraucht sind. Wir verbrauchen zu schnell die Reserven der Erde. Dieser imaginäre Stichtag liegt jedes Jahr früher.

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Der Mensch fischt zu viel, verbraucht zu viel Trinkwasser, Holz und andere Ressourcen der Erde. Die kann sich so schnell gar nicht mehr regenerieren und nachproduzieren. Der "Welterschöpfungstag" ist ein jährlicher Tag, der von der Non-Profit-Organisation "Global Footprint Network" ins Leben gerufen wurde. Ab diesem Tag sind die ökologischen Ressourcen der Erde für das Jahr eigentlich aufgebraucht. Alles, was wir Menschen ab jetzt verbrauchen, geschieht auf Pump. Das Ziel des Tages ist, das ins Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken.

Wenn wir den Welterschöpfungstag jedes Jahr um fünf Tage verschieben könnten, wären wir vor 2050 wieder innerhalb der Möglichkeiten des Planeten.

Mathis Wackernagel, "Global Footprint Network"

So können wir die Entwicklung umdrehen

Der Experte nennt im Interview mit MDR JUMP vier Punkte, die man lösen muss, um eine nachhaltige Entwicklung zu erhalten.

  • Wie bauen wir unsere Städte? Brauchen sie viele Autos oder viele Heizungen?
  • Wie produzieren wir unsere Energie?
  • Wie ernähren wir uns? Es wird zu viel verschwendet und zu viele tierische Produkte genutzt
  • Wie viele Leute sind wir? Sind wir mehr Leute gibt es weniger Planet pro Kopf.

Jeder kann an die Umwelt denken

Der Mensch verbraucht zu viele Ressourcen der Erde - was habe ich damit zu tun? Schnell fühlt man sich als Einzelner hilflos und glaubt, dass man nichts ändern kann. Dabei kann jeder ein bisschen etwas dazu beitragen, in dem er beispielsweise weniger Müll produziert, Wasser und Strom spart. Und das mit erstaunlich kleinen, unaufwendigen Dingen. Das tut nicht nur der Umwelt gut, sondern auch einem selbst und dem Geldbeutel.

Jedes Kind weiß, dass Fahrradfahren besonders umweltfreundlich ist. Wer das Auto stehen lässt, tut was für seine Gesundheit und das Klima. Dass man das Licht ausmacht, wenn man einen Raum verlässt und den Wasserhahn immer zudreht sowie Jutebeutel statt Plastiktüte nutzt, sollte für jeden eine Selbstverständlichkeit sein. Wir haben noch ein paar andere Alltagstipps für euch, die scheinbar auf der Hand liegen und doch überraschen:

Sprachassistenten auf dem Handy
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1. Kein Standby!

1. Kein Standby!

Wenn du all deine Geräte (TV, PC usw.) ausstellst und nicht auf Standby lässt, kannst du 10 Prozent Stromkosten sparen. Zieh auch deinen Handy-Akku aus der Steckdose, wenn das Handy gerade nicht daran hängt!

Die Energiemenge, die alleine durch Standby-Betrieb in privaten Haushalten verbraucht wird, ist übrigens fast so hoch wie der jährliche Energieverbrauch Belgiens.

eine Hand im Haushaltshandschuh hält einen Mikrofaserputzlappen
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2. Müssen es Einwegtücher sein?

2. Müssen es Einwegtücher sein?

Allein 50 kg Müll werden in einem europäischen Haushalt pro Jahr alleine durch Einwegtücher produziert. Und diese Tücher - seien es Kosmetiktücher beispielsweise zum Abschminken oder Putztücher - kosten auch ganz schön viel Geld! Wie wäre es also mal damit, darauf zu verzichten? Zum Abschminken tuts auch der allbekannte Waschlappen, zum Putzen können Staubtücher verwendet werden, die immer wieder benutzt werden können.

Kochtopf auf Gasherd
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3. Deckel auf den Topf!

3. Deckel auf den Topf!

Achte mal darauf: Oft sind beim Kochen alle Töpfe auf dem Herd offen, denn man rührt um, würzt noch und passt auf, dass nichts anbrennt. Wenn du allerdings die Deckel auf den Töpfen lässt, sparst du 60 bis 70 Prozent Energie bei der Zubereitung des Gerichts.

Batterie
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4. Batterien zum Aufladen!

4. Batterien zum Aufladen!

Ist ja oft so: Man braucht neue Batterien, rennt schnell los und kauft irgendetwas ohne zu überlegen. Wenn du das nächste Mal wieder neue Batterien brauchst, kauf doch wiederaufladbare Batterien! Der Vorteil: Du produzierst weniger Giftmüll.

Ein Mädchen wärmt sich an der Heizung.
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5. Heizung runter drehen!

5. Heizung runter drehen!

Wenn du deine Heizung schon einen Grad niedriger einstellst, merkst du das vielleicht nicht an deiner Raumtemperatur - spätestens bei den Heizkosten wird es sich aber lohnen. Ein Grad weniger spart 7 Prozent Heizkosten.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP am Abend | 02.08.2017 | 19:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. August 2017, 17:18 Uhr

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