Ein Etikett mit einer Kleidergröße
Bildrechte: IMAGO

Fashion Darum ist eine Größe 36 nicht überall eine 36

Wer Klamotten kauft, kennt das Problem: Im einen Laden passt man locker in die 36, im nächsten passt nicht mal die 38. Das nervt nicht nur Kunden, sondern auch Händler.

Ein Etikett mit einer Kleidergröße
Bildrechte: IMAGO

Shoppen kann eine ganz schön frustrierende Erfahrung sein. Denn je nach Marke und Hersteller fallen die Klamotten unterschiedlich aus. Was im einen Laden als Größe 40 über den Tisch geht, wird bei einer anderen Marke als 36 eingestuft.

Zum einen grenzen die Hersteller damit ihren Kundenkreis ein. Will ein Label eher hippe, junge Kundinnen haben, dann schneidern sie für extrem schlanke Menschen. Labels für gestandene Frauen mit genau solchen Größen schmeicheln dann eher, indem sie die Kleidung größer ausfallen lassen.

Die EU will Einheitsgrößen

Die Größen sind also nicht normiert. Zwar arbeitet die EU daran, das Größensystem für ganz Europa einheitlich zu machen. Aber Ergebnisse gibt es dazu bisher nicht. Dafür hat der Branchenverband der deutschen Textilhersteller eine Richtlinie rausgegeben, wie die Größen ausfallen sollen. Aber die ist auch nicht verbindlich, sodass die Kleidergrößen weiter wild variieren.

Die ganze Sache ist nicht nur für die Kunden frustrierend, sondern auch für die Händler. Denn wenn die Sachen dann doch nicht passen, werden sie zurückgeschickt.

Damit das nicht passiert, gibt es aber eine kleine Faustregel: Bei Marken aus Frankreich, Italien oder Spanien fallen die Größen kleiner aus.
Bei amerikanischen und britischen Marken fallen die Größen größer aus.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Mittag | 21. September 2017 | 14:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. September 2017, 15:45 Uhr