Nicht klicken! Dieser Link im Facebook-Messenger ist gefährlich

Es sieht aus, wie eine nette Nachricht von einem Freund. Aber dahinter verbergen sich Betrüger, die versuchen an eure Daten zu gelangen. Wir erklären, was hinter dem Link steckt.

Ein Link wird per Nachricht versendet. Dahinter verbirgt sich ein Virus.
Beide Nachrichten sind bei Mitarbeitern von MDR JUMP eingetroffen. Bildrechte: MDR JUMP

Das Handy klingelt kurz und ihr schaut direkt aufs Smartphone: Bei Facebook hat ein guter Freund eine Nachricht geschickt. Es ist ein Link zu einem vermeintlichen YouTube-Video. Dazu gibt es einen Text wie: "Du bist im Video?" oder "Schau dich an!" zusammen mit dem eigenen Namen. Doch diese Nachricht ist alles andere als nett gemeint.

Das passiert bei einem Klick

Wer vom Computer aus auf den Link klickt, landet offenbar auf der Startseite von YouTube. Das ist nicht weiter schlimm. Problematisch wird es für Handy-Nutzer. Sie werden auf eine gefälschte Login-Seite im Facebook-Design geleitet. Wer dort seinen Benutzernamen und das Passwort eingibt, hat damit seine Daten in die Hände fremder Menschen gegeben.

Das hat der Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch (Mimikama) herausgefunden. Mit einem Testaccount haben sie das Szenario durchgespielt. Direkt im Anschluss wurde viel Werbung angezeigt. Schon nach kurzer Zeit haben Fremde auf den eigenen Facebook-Account zugegriffen. So könnte auch von diesem Account aus der Link an weitere ahnungslose Nutzer geschickt werden.

Polizei warnt

Vor diesem Trick warnt auch die Polizei Niedersachsen. Sie sagt ganz klar was das Beste ist, wenn ihr einen solchen Link zugesendet bekommt:

  • Den Link nicht öffnen
  • Den Absender über den Erhalt der Nachricht informieren - am besten nicht über den Facebook-Messenger
  • Keine fremden Programme oder Apps öffnen und die Facebook-Login-Daten eingeben

Es hat euch erwischt? Das ist die Lösung

Solltet ihr von dieser Betrugsmasche bereits betroffen sein, ist es wichtig direkt zu handeln. Die Polizei rät dazu, den Verlauf aller Chats zu überprüfen und die Personen der eigenen Freundesliste zu informieren, dass von euch ein falscher Link gesendet worden sein könnte.

Sobald ihr auf einer gefälschten Facebook-Seite eure Login-Daten eingegeben habt, solltet ihr direkt auf der echten Facebook-Seite die Zugangsdaten ändern. Eine Antiviren-Software kann zusätzlich prüfen, ob gefährliche Programme installiert worden sind.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 26. Oktober 2017 | 16:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Oktober 2017, 14:50 Uhr

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