Hand, die auf dem Smartphone tippt, im Hintergrund grüne Wiese mit dunklen Wolken
Bildrechte: Colourbox.de/MDR JUMP

Wetter-Apps im Test Diese Apps lassen dich nicht im Regen stehen

„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“, sagt ein Sprichwort. Wer es ganz genau wissen will, schaut kurz aufs Smartphone. Wetter-Apps sollen zuverlässig voraussagen, ob es regnet, stürmt oder die Sonne scheint. Tests zeigen aber, dass nicht jede App gleich gute Voraussagen bietet.

Hand, die auf dem Smartphone tippt, im Hintergrund grüne Wiese mit dunklen Wolken
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Sie sollen verlässlich und leicht zu bedienen sein: Wetter-Apps. Doch genau da gibt es Unterschiede. Das zeigt der Test des Computermagazins c’t. Im Test waren die neun Apps, die am häufigsten aus den AppStores des Android- und Apple-Betriebssystems heruntergeladen wurden. c't-Redakteur André Kramer hat diese auf die Qualität der Vorhersage und die Aufbereitung der Ergebnisse hin überprüft.

Der Test

Über einen Zeitraum von zwei Monaten wurden täglich die Vorhersagen für Berlin, Hamburg, München, Köln und Hannover aufgezeichnet. Jeweils für das Wetter in zwei, drei, fünf und neun Tagen. Diese Vorhersagen wurden dann mit dem tatsächlichen Wetter verglichen.

Das war eine sehr große Excel-Tabelle, die da zusammengekommen ist. Ich habe dann den Differenzwert genommen und so bin ich dann eben auf die Abweichung gekommen.

André Kramer

Außerdem wurde bewertet, wie verständlich die Daten für den Nutzer aufbereitet wurden, also, ob man selbst viel interpretieren muss.

Die Ergebnisse

Die besten Ergebnisse liefert laut c’t WeatherPro, von der MeteoGroup, und WetterOnline, ein unabhängiges Unternehmen. Sie kümmern sich vor allem um das mitteleuropäische Wetter und beschäftigen je um die 100 Meteorologen, die die Wetterdaten bewerten und entscheiden, welche Prognose am naheliegendsten ist.

Dazu muss man sagen, dass es unterschiedliche Wettermodelle gibt. Der Deutsche Wetterdienst hat zum Beispiel eines.

André Kramer
Hand mit Applewatch, auf der die Wettervorhersage zu sehen ist und Smartphone mit Wettervorhersage
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Gut abgeschnitten haben auch Wetter.de und WarnWetter vom Deutschen Wetterdienst. Der Test ist trotz seiner vergleichsweise langen Testzeit nur eine Stichprobe. So liegen auch die Ergebnisse von Wetter.com und Wetter.info nah an denen der anderen vier Apps.

Weit hinten liegen im Test gerade die amerikanischen Anbieter wie AccuWeather oder The Weather Channel. Das könnte daran liegen, dass sie ihre Prognosen nicht an Mitteleuropa anpassen oder die Wettermodelle keine ausreichenden Ergebnisse außerhalb der USA liefern.

Wie werden die Daten erhoben?

Die Daten, die den Apps vorliegen, kommen von genormten Bodenstationen, Wetterballons und Seestationen. Großrechner berechnen aus diesen riesigen Datenmengen dann Wettermodelle.

Da gibt es Bodenstationen, da müssen die Wetterfühler über einer genau definierten Rasenfläche mit definierter Halmlänge in definierter Höhe stehen.

André Kramer

Aus diesen Modellen sagen Meteorologen dann das Wetter voraus, sodass es auch für Laien verständlich ist. Und die Modelle werden immer zuverlässiger, denn auch die Rechner werden immer schneller. Während die Vorhersagen in den 1980er Jahren bis 48 Stunden in die Zukunft als verlässlich galten, sind es heute schon Vorhersagen für fünf bis sechs Tage.

Heikle Sache: Der Datenschutz

Wer sich über das Wetter informieren will, achtet nicht unbedingt auf den Datenschutz. Das ist aber ein wichtiges Kriterium. Ein Test des WDR zeigt, dass einige Wetter-Apps richtige Datenkraken sind und auch Informationen über den Nutzer sammeln, die für die Vorhersage gar nicht notwendig wären. Oft weiß der Nutzer gar nicht, welche Daten ausgelesen werden. Das kann der Akkustand sein, aber auch Bewegungsprofile oder die Nutzung anderer Apps.

Da sollte man auf jeden Fall im Auge behalten, welche Berechtigungen die Apps verlangen. Für die App ist natürlich die Standortwahl wichtig, man kann aber auch über die Suchfunktion seinen Ort eingeben.

André Kramer

Das Ranking

In der Übersicht findest du die Ergebnisse aus dem c't-Test und die Datenschutzauswertung aus dem Test des WDR-Magazins "Markt" zusammengefasst.

Wetter-Apps im Ranking

Ranking Wetterapps mit Liste der Bewertung
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Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Vormittag | 12. September 2017 | 10:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. September 2017, 10:26 Uhr