Tatort-Check Tatort Frankfurt "Fürchte dich"

Es ist der Termin in der Woche, auf den man sich verlassen kann: Sonntagabend, 20:15 Uhr, ARD. Zeit für den Tatort! Wir verraten euch schon jetzt, wer in dieser Woche ermittelt und was passiert.

Bildergalerie

Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
Zweifelt an ihrem Verstand: Anna Jannike (Margarita Broich) Bildrechte: HR/Benjamin Dernbecher
Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
Zweifelt an ihrem Verstand: Anna Jannike (Margarita Broich) Bildrechte: HR/Benjamin Dernbecher
Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
Unheimlicher Besuch: Fanny (Zazie de Paris) und Paul Brix (Wolfram Koch) finden einen alten Mann im Schlafanzug in ihrem Garten. Bildrechte: HR/Benjamin Dernbecher
Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
Schau niemals alte Filmrollen, die du im Keller deines Hauses findest! Fanny (Zazie de Paris, links) und Anna Jannecke (Margarita Broich). Bildrechte: HR/Benjamin Dernbecher
Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
„Er ist ein böser Mensch!“ Merle Schlien (Luise Befort) und ihr Vater Lutz Schlien (Marko Dyrlich). Bildrechte: HR/Benjamin Dernbecher
Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
„Ein Mädchen ist in Gefahr!“ Merle Schlien (Luise Befort). Bildrechte: HR/Benjamin Dernbecher
Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
Was sucht dieser Mann auf dem Dachboden von Kommissar Paul Brix? Lutz Schlien (Marko Dyrlich). Bildrechte: HR/Benjamin Dernbecher
Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
Es gibt Situationen, in denen man sich besser zurückzieht… Paul Brix (Wolfram Koch). Bildrechte: HR/Benjamin Dernbecher
Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
Burning down the house Paul Brix (Wolfram Koch). Bildrechte: HR/Benjamin Dernbecher
Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
„Irgendwas ist mit ihr!“ Fanny (Zazie de Paris). Bildrechte: HR/Andy Fetscher
Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
Wenn Totgeglaubte länger leben Otto Schlien (Axel Werner). Bildrechte: HR/Benjamin Dernbecher
Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
Gerhard heißt er, ist Bürgermeister Bürgermeister Gerhard (Hans Uwe Bauer). Bildrechte: HR/Benjamin Dernbecher
Tatort Frankfurt "Fürchte dich"
Sieht die Welt auch mal mit anderen Augen: Fanny (Zazie de Paris). Bildrechte: HR/Benjamin Dernbecher
Alle (12) Bilder anzeigen

Worum geht´s?

Glaubst du an Geister? – Diese Frage solltest du für dich beantwortet haben, bevor du am Sonntag den Tatort einschaltest – und gegebenenfalls das Licht im Flur anlassen, damit du nicht im Dunkeln auf die Toilette musst!

Okay, und worum geht´s nun?

Ein alter Mann kommt mitten in der Nacht im Schlafanzug zu dem Haus, in dem Kriminalhauptkommissar Paul Brix zusammen mit seiner alten Freundin Fanny wohnt. Sein Plan: Das Haus anzünden. Sein Problem: Irgendetwas hält ihn davon ab, zerrt ihn zurück in den Garten und streckt ihn nieder. Als Paul Brix den alten Mann im Garten findet, sind dessen vermeintlich letzte Worte:

Bitte tu ihr nicht weh!

Wen er damit meint, bleibt allerdings sein Geheimnis, der alte Mann verliert das Bewusstsein. Brix schleppt den Mann ins Haus und ruft den Notarzt. Aber als der Arzt kommt und den alten Mann sieht, wird er bleich, stammelt etwas von einem Todesfall in einem sechs Kilometer entfernten Pflegeheim und erklärt dem etwas irritierten Paul Brix:

Der Patient aus dem Pflegeheim ist dieser Mann hier auf Ihrem Küchenfußboden!

Brix lässt sich aber derlei Schauermärchen nicht zum Narren halten und macht sich auf den Weg zum Pflegeheim. Vorher ruft er allerdings noch seine Kollegin Anna Jannecke an, damit diese auf seine Mitbewohnerin Fanny aufpasst:

Die sitzt in der Küche, ist völlig fertig mit den Nerven! Sie wollte, dass du kommst, niemand anderes, mit mir redet sie nicht. Irgendwas ist mit ihr, seitdem der Spuk hier losgegangen ist.

Und er hat Recht. Irgendwas ist mit ihr. Und es ist nichts Gutes.

Hört sich gruselig an!

Ist es auch. Dieser Tatort ist ein Hybrid aus Krimi und Gruselfilm!

Gibt es Schrecksekunden?

Sagen wir mal so: Es gibt zwischendurch auch immer mal wieder KEINE!

Gibt´s ein Gegenmittel?

Ja, zwei sogar. Der Klassiker: Alle Kissenvorräte der Wohnung mit aufs Sofa nehmen! Oder mal was Neues ausprobieren und einen Trick anwenden, den mir mal ein Filmmusik-Komponist verraten hat:

In nervenzerfetzenden Momenten einfach den Ton ausschalten, denn: Der große Schreck kommt mit dem Ton, nicht mit dem Bild! Unser Tipp: Ausprobieren – klappt wirklich!

Was sagen die Anderen?

Das Festival des Deutschen Films Ludwigshafen sagt:

Dieser Tatort ist eine Forschungsreise zu den Wurzeln des Krimis in der Schauerliteratur.

Und der Redakteur Jörg Himstedt sagt:

Der Kern des Unheils befindet sich im Haus des Kommissars. Er öffnet die Büchse der Pandora, und ab da beginnt der Horror. Während Anna Janneke und Brix‘ Mitbewohnerin Fanny im Haus mit übernatürlichen Phänomenen konfrontiert werden, beginnt der Kommissar mit den Ermittlungen in einem Mordfall, die für ihn zu einer Reise in die finstere Vergangenheit seines Hauses und dessen ehemaliger Bewohner werden.

Fazit?

Immer mal wieder gibt es einen Tatort, dessen Macher den Mut aufbringen, etwas Neues zu wagen, die Grenzen des Genres neu auszuloten und das Format zu sprengen. Manchmal wird dieser Mut belohnt, zum Beispiel mit dem Grimme-Preis für den Wiesbadener Tatort mit Ulrich Tukur. Mit „Fürchte dich“ zeigt das Erste wieder so ein Juwel, dessen Macher in Sachen Innovation und Kreativität die Messlatte wieder ein gehöriges Stück nach oben verschoben haben – unbedingt einschalten!

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 29. Oktober 2017 | 13:10 Uhr

Themen auf jumpradio.de