Tatort-Check Tatort Stuttgart "Der rote Schatten"

Es ist der Termin in der Woche, auf den man sich verlassen kann: Sonntagabend, 20:15 Uhr, ARD. Zeit für den Tatort! Wir verraten euch schon jetzt, wer in dieser Woche ermittelt und was passiert.

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Tatort Stuttgart "Der rote Schatten"
Geheimes Treffen im Parkhaus Thorsten Lannert (Richy Müller) sammelt Informationen über die Aktivitäten des Verfassungsschutzes im Herbst 1977 von Kravitz (Christoph Hofrichter). Bildrechte: SWR/Sabine Hackenberg
Tatort Stuttgart "Der rote Schatten"
Geheimes Treffen im Parkhaus Thorsten Lannert (Richy Müller) sammelt Informationen über die Aktivitäten des Verfassungsschutzes im Herbst 1977 von Kravitz (Christoph Hofrichter). Bildrechte: SWR/Sabine Hackenberg
Tatort Stuttgart "Der rote Schatten"
Schatten der Geschichte 40 Jahre liegen der Deutsche Herbst und die Todesnacht von Stammheim zurück. Die Folgen dieser traumatischen Zeit beeinflussen den aktuellen Fall der Kommissare Lannert (Richy Müller) und Bootz. Bildrechte: SWR/Sabine Hackenberg
Tatort Stuttgart "Der rote Schatten"
Der Beginn einer langen Reise in die Vergangenheit Die Kommissare Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare) erreichen den Tatort und informieren sich bei Polizistin (Julischka Eichel). Bildrechte: SWR/Sabine Hackenberg
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„Es war Mord!“ Heider (Oliver Reinhard) wird von Bootz (Felix Klare) entlassen. Bildrechte: SWR/Sabine Hackenberg
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Rucksack voller Geld Jordan alias Hannes Jaenicke hat eine Glückssträhne in der Spielbank. Bildrechte: SWR/Sabine Hackenberg
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„Mein schönster Verräter“ Wilhelm Jordan (Hannes Jaenicke) trifft sich mit Astrid Frühwein (Heide Trainker), die in seinem Leben schon lange eine wichtige, aber geheimgehaltene Rolle spielt. Bildrechte: SWR/Sabine Hackenberg
Tatort Stuttgart "Der rote Schatten"
Unfall oder versuchter Mord? Christoph Heider (Oliver Reinhard) wurde von der Straße gedrängt und hat einen Unfall. Dabei fand die Polizei in seinem Kofferraum die Leiche seiner Frau und nimmt ihn in Gewahrsam. Bildrechte: SWR/Sabine Hackenberg
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Eigentlich wollte er nach Frankreich… Auf dem Weg ins Ausland wird Christoph Heider (Oliver Reinhard) von der Straße gedrängt und hat einen Unfall. Polizist (Ralf Keilbach). Bildrechte: SWR/Sabine Hackenberg
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Hinter den Kulissen: Regisseur Dominik Graf am Set. Bildrechte: SWR/Sabine Hackenberg
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Halbherziger Versuch Staatsanwältin Emilie Álvarez hat klare Order von ihren Vorgesetzten, den Fall Heider ruhen zu lassen. Bildrechte: SWR/Sabine Hackenberg
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Traut seinen Ohren kaum: Thorsten Lannert (Richy Müller) sammelt Informationen über die Aktivitäten des Verfassungsschutzes im Herbst 1977. Bildrechte: SWR/Sabine Hackenberg
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Worum geht´s?

Eine Frau wird be- und ertrunken in ihrer Badewanne gefunden. Für die Beamten ein Unfall. Für den Ex-Mann der Toten Mord. Er behauptet gegenüber den Kommissaren, zu wissen, dass es kein Unfall war. Er behauptet weiter, den Täter zu kennen – den neuen Liebhaber seiner Frau. Und er behauptet, dass die Staatsanwaltschaft den Mord vertuschen will.

Klingt wie eine Verschwörungstheorie!?

Stimmt. Aber noch während der Befragung des Mannes taucht  Staatsanwältin Alvarez auf, um gegenüber Lannert und Bootz noch einmal zu bekräftigen, dass es sich um einen Unfall handelt und keine Ermittlungen nötig sind.

Und was machen Lannert und Bootz?

Beginnen mit den Ermittlungen.

Was ist das Besondere an diesem Tatort?

Das Besondere ist, dass er es schafft, einen vorerst belanglos wirkenden Fall mit Geschehnissen in der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Zusammenhang zu bringen, ohne dass es konstruiert wirkt. Ganz im Gegenteil: Es ist sehr spannend, und man lernt etwas über Ereignisse, die uns Ostdeutschen nicht so geläufig sind – die Geschichte der RAF.

2017 jährt sich der sogenannte „Deutsche Herbst“ zum vierzigsten Mal. Dieses historische und für die Bundesrepublik Deutschland damals traumatische Ereignis hat sich unmittelbar vor den Toren Stuttgarts zugespitzt, wo sich in der „Todesnacht von Stammheim“ in der Nacht zum 18.10.1977 im dortigen Gefängnis drei Terroristen der RAF das Leben nahmen.

Oh, Gott, Geschichtsunterricht?

Eben nicht, sondern wie gesagt: Sehr spannend! Obwohl die Ereignisse lange zurück liegen, stellen sich bis heute Fragen über die damalige Zeit.

Dieser auf vielfache Weise noch unbewältigte Teil der bundesdeutschen Geschichte wird zum Hintergrund dieses Tatorts – in dem – fiktiven -  Mordfall führen die Spuren zurück in diese Zeit.

Sonst noch was?

Promi-Besuch: Hannes Jaenicke spielt schön zwielichtig den Hauptverdächtigen!

Noch was?

Der Tatort spielt auf zwei Zeitebenen: der Jetztzeit und in den entscheidenden Wochen im Oktober 1977. Für die letzteren verwendete der Regisseur Dominik Graf dokumentarisches Material aus der Zeit und verschränkte es mit für den Film gedrehten Szenen, die fiktiv sind, aber den Geist dieser Zeit in Stuttgart wieder beleben.

Fazit?

Nach „Stau“ innerhalb kürzester Zeit der zweite sehr innovative Tatort aus Stuttgart.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 15. Oktober 2017 | 13:10 Uhr

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