Ein zufriedenes Paar
Bildrechte: IMAGO

Zufriedenheitsstudie Ostdeutsche sind keine Jammer-Ossis

Immer jammern und unzufrieden sein: Dieses Klischee über Menschen aus dem Osten hat sich lange gehalten. Eine neue Studie zeigt: Da nichts dran, Ostdeutsche sind zufrieden wie nie.

Ein zufriedenes Paar
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Am 20. März ist der Weltglückstag. Passend dazu hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine Studie herausgegeben, in der steht, wie zufrieden die Deutschen sind. Das Ergebnis ist Balsam für die Seele: Die Deutschen sind im Schnitt wesentlich zufriedener als noch vor ein paar Jahren. Vor allem im Osten holen die Menschen an Zufriedenheit immer weiter auf.

"Der Abstand zwischen Ost und West hat sich über die Jahre maßgeblich verringert und ist so niedrig wie noch nie", sagt Jürgen Schupp, der die Studie durchgeführt hat. Er vermutet als Grund für die Zufriedenheit, dass Deutschland die Krisen der letzten Jahre gut gemeistert hat. Selbst die Wirtschaftskrise ab 2008 habe Deutschland ohne Anstieg der Arbeitslosigkeit bewältigt.

Der Osten holt auf

Die Studie heißt offiziell "Sozio-ökonomisches Panel" und wird seit 1984 vom DIW durchgeführt. Jedes Jahr befragen die Forscher die selben 30.000 Leute nach Einkommen, Bildung, Gesundheit und Zufriedenheit. So können laut DIW auch langfristige Entwicklungen erfasst werden. So zeigt sich zum Beispiel, dass der absolute Tiefpunkt in der Zufriedenheit 2004 war, als Hartz IV eingeführt wurde.

Momentan liegt die Zufriedenheit im Osten zwar immer noch unter der in den westdeutschen Bundesländern, aber der Abstand verringert sich immer mehr. Das alte Klischee vom "Jammer-Ossi" ist also langsam aber sicher überholt.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Mittag | 20.03.2017 | 14:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. März 2017, 15:48 Uhr

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