Gefährlicher Trend Die Straßenbahnstreichler von Dresden

Was eigentlich lustig klingt, wird in Dresden gerade zu einem richtigen Problem: die sogenannten Straßenbahnstreichler.

DVB: "Zum Streicheln in den Zoo"
Bildrechte: Dresdner Verkehrsbetriebe AG

In der Dresdner Neustadt gibt es eine Straßenkreuzung an der gerade an lauen Sommerabenden viele Menschen auf der Straße sitzen und Bier oder andere Getränke trinken. Doch die Menschen sitzen nicht auf Stühlen, sondern auf dem Gehweg oder direkt auf der Straße.

Das wird nun aber zum Problem für Straßenbahnfahrer. Sie müssen sich mit aller Vorsicht und langsam ihren Weg vorankämpfen, damit niemand verletzt wird. Dazu kommt, dass viele Menschen, die dort auf dem Gehsteig sitzen, anfangen die Bahn zu streicheln und zu tätscheln.

Lars Seiffert von den Dresdener Verkehrsbetrieben findet den "Spaß" problematisch:

Wir sind ja verantwortlich für den sicheren Betrieb und wenn so viele Menschen in so unmittelbarer Nähe zur Straßenbahn sitzen und die Durchfahrt verhindern, dann können wir nicht anders, als zu sagen: Dann fährt die Straßenbahn hier eben nicht mehr lang! Aber das wollen wir ja eigentlich nicht.

Um Gefahrensituationen zu vermeiden, wurde die betroffene Linie 13 auch schon öfter umgeleitet.

Straßenbahnlinie 13 in Dresden
Bildrechte: Dresdner Verkehrsbetriebe AG

Wir haben diese Situation schon einige Male gehabt, dass gerade in den Nächten am Wochenende so viele Menschen am und auf dem Gleis sitzen, dass wir aus Sicherheitsgründen gesagt haben: Jetzt fährt die 13 eine Umleitung.

Nun versuchen die DVB mit Plakaten die Dresdner in der Neustadt zu sensibilisieren. Auf einem Plakat ist beispielsweise ein Schaf zu sehen, dass die Zunge raustreckt mit dem Worten: "Zum Streicheln in den Zoo! Nicht in die Neustadt..."!

DVB: "Zum Streicheln in den Zoo"
Bildrechte: Dresdner Verkehrsbetriebe AG

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP am Mittag | 07.08.2017 | ab 14:15 Uhr