Angeberwissen für den Badesee Das Sommer-ABC

Endlich Sommerferien! Das heißt, wieder lange ausschlafen, in den Urlaub fahren oder im Freibad rumhängen. Und damit die Bildung während der Sommerferien nicht zu kurz kommt, gibt’s bei uns jeden Tag das Sommer-ABC. Mit vielen interessanten, aber auch unnützen Fakten für die Ferien – und als Angeberwissen am Badesee!

Das Sommer-ABC
Bildrechte: Colourbox.de
Apfelschorle
Bildrechte: Colourbox.de

A wie Apfelschorle

A wie Apfelschorle

Erfrischend, sprudelig und lecker: Die Deutschen trinken neben Kaffee und Bier am liebsten Apfelschorle. Und das ist gut so, denn Apfelsaft mit Mineralwasser zu strecken, ist gesünder als ihn pur zu trinken. Unverdünnter Apfelsaft hat in den meisten Fällen mehr Kalorien als Cola. In vielen Ländern hat sich die Apfelschorle noch nicht durchgesetzt, deshalb gebt ihr bei der Bestellung am besten auch gleich die Mischungsanleitung mit. Am anderen Ende der Welt, in Australien, hat sie dafür einen niedlichen Namen bekommen: Chrissy.

Barfuß
Bildrechte: colourbox.com

B wie Barfuß

B wie Barfuß

Im Alltag einfach mal ohne Schuhe zu laufen ist in der Stadt wegen Glasscherben und anderem Müll nicht nur gefährlich, sondern auch unhygienisch. Aber Barfußlaufen kann auch ziemlich gesund sein und die Fußmuskulatur und das Herz-Kreislauf-System stärken. Inzwischen gibt es spezielle Barfußwanderwege. Zum Beispiel in Mittelheringsdorf in der Oberlausitz, in Schmalkalden im Thüringer Wald und Wippra am Harz. Also warum nicht einfach mal ohne Schuhe auf Wanderschaft gehen?

Freibad Bad Sulza
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

C wie Chlorwasser

C wie Chlorwasser

Eine Verschwörungstheorie hält sich hartnäckig in deutschen Freibädern: Im Chlorwasser soll eine Substanz sein, die Pipi rot färbt. So sollen Leute entlarvt werden, die ins Becken machen. Marco Weyer von den Dresdner Bädern sagt: "Sowas gibt es sicherlich, aber es wird nicht eingesetzt, weil jeder Mensch auch beim Schwitzen Harnstoff verliert. Und da wäre es nicht von Vorteil, wenn sich das Wasser immer rot färben würde." Allerdings: Der zum typischen Schwimmbadgeruch gehört Harnstoff dazu.

Blitze über einer Großstadt
Bildrechte: Colourbox.de

D wie Donnerwetter

D wie Donnerwetter

"Buchen sollst du suchen, Eichen sollst du weichen", sagt der Volksmund, stimmt aber nicht. Stattdessen soll man mindestens 10 Meter abstand zu Bäumen halten. Wenn kein sicherer Unterschlupf in der Nähe ist, rät Uwe Hein vom deutschen Wetterdienst, sich hinzuhocken und die Beine ganz eng zusammenmachen. Am sichersten ist aber immer noch das Auto. Wenn da der Blitz einschlägt, fließt er einmal außen herum und wird in die Erde abgeleitet.

Bratwürste auf einem Einweggrill, Szene aus der MDR-Doku "Die große Freiheit auf dem Board"
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

E wie Einweggrill

E wie Einweggrill

Schnell nach der Arbeit noch mit den Kollegen ein paar Würstchen auf den Rost, dafür ist der Einweggrill eine schnelle und praktische Lösung. Allerdings ist man meistens nicht der einzige mit dieser Idee. Darum quellen in den Parks oft die Mülltonnen über. Wer jetzt denkt, dass einfach liegenlassen die beste Alternative ist, der vergisst, dass Müll im Park kein schöner Anblick ist. Dazu kommt, dass das auch teuer werden kann. Wer Grillreste liegen lässt riskiert ein Bußgeld von 10 bis 20 Euro. Bei scharfkantigen Gegenständen sind auch schnell mal 100 Euro fällig!

Eine nackte Frau und ein nackter Mann laufen an einem Strand entlang.
Bildrechte: colourbox.com

F wie FKK

F wie FKK

Freikörper-Kultur ist für viele Menschen der Inbegriff von Freiheit. Gerade im Sommer lassen die Deutschen besonders gerne die Hüllen fallen. Den FKK-Weltmeister-Titel teilen wir uns mit den Österreichern: Jeweils 28 Prozent der Deutschen und Österreicher gehen gerne nackt an den Strand. Inzwischen gibt es sogar Weltrekorde im Nacktbaden, Nacktachterbahnfahren, Nacktheiraten - und sogar im Nacktfallschirmspringen.

Glühwürmchen
Bildrechte: Colourbox.de

G wie Glühwürmchen

G wie Glühwürmchen

Glühwürmchen gehören einfach zu einer romantischen Sommernacht! Es sind übrigens die Männchen, die leuchten. Sie locken damit die Weibchen an. Dr. Klaus Schildberger von der Uni Leipzig: "Das interessante dabei ist, dass die Lichtausbeute 95 Prozent beträgt. Als Vergleich:
Eine Glühbirne hat 5 Prozent. Eine Glühlampe erzeugt vor allem Wärme, während diese Leuchtkäfer ein kaltes Licht produzieren."

Heu
Bildrechte: Colourbox.de

H wie Heuhotel

H wie Heuhotel

Für romantisches Landfeeling gibt es Heuhotels. Das größte in Thüringen ist in Breitenhain bei Neustadt an der Orla und Holger vom Heuhotel verrät wie man sich dort bettet: „Wir haben ein großes Heulager. Am besten schläft man in einem Schlafsack auf dem Heu, denn ohne Unterlage würde ich das nicht empfehlen. Dann pickt es doch manchmal.“

Bienen auf einer Bienenwabe
Bildrechte: dpa

I wie Imker

I wie Imker

Die Imker erwarten in diesem Jahr eine gute Ernte. In und um Leipzig wird zum Beispiel mit 35 bis 40 Kilogramm pro Bienenvolk gerechnet - rund 10 Kilo mehr als sonst. So viel Honig will richtig gelagert werden, wie uns Dr. Hardt vom Landesverband Sächsischer Imker erklärt: „Es ist nicht so, dass man sich den Magen verdirbt, wenn man alten Honig isst, aber die guten Inhaltsstoffe werden weniger. Wenn man Honig bei 25 Grad lagert, kann man ihn vielleicht ein Jahr lagern. Im Kühlschrank behält er 10 bis 20 Jahre Premiumqualität.“

J wie Jammern

J wie Jammern

Wir Deutschen sind Weltmeister im Jammern. Besonders beliebt ist das Wetter. Mal ist es zu kalt, dann wieder viel zu heiß - außer es sind exakt 22,7 Grad. Denn das ist unsere durchschnittliche Wohlfühltemperatur! Für die Bundesanstalt für Arbeitsschutz fängt Hitze bei 26 Grad an. Die schlechte Nachricht allerdings: egal wie sehr wir im Büro schwitzen, ein Recht auf hitzefrei gibt es nicht - da hilft auch kein Jammern!

Eine Frau packt ihren Koffer.
Bildrechte: Colourbox.de

K wie Kofferpacken

K wie Kofferpacken

Endlich geht es ab in den Urlaub. Sonne, Strand, Meer – endlich entspannen. Wenn da nicht vorher das lästige Kofferpacken wäre. Mit den Tipps von Hauswirtschaftsexpertin Mandy Turreck lässt sich Stress vermeiden: "Die richtige Planung hilft. Die ganzen Sachen auf einer großen Fläche ausbreiten. Kleine Räume mit Socken und T-Shirts auffüllen und schwere Sachen in die Mitte packen. Alles leichte gehört an den Rand. Und zu guter Letzt sind Hartschalenkoffer sehr gut geeignet, denn die kann man noch ein bisschen schütteln…“

Aus einem Wasserhahn läuft fließendes Wasser
Bildrechte: Colourbox.de

L wie Leitungswasser

L wie Leitungswasser

Viel trinken - diesen Ratschlag hören wir gerade im Sommer besonders häufig! Deswegen schleppen einige Leute viele schwere Wasserflaschen aus dem Supermarkt bis in die Wohnung. Das muss aber nicht sein, sagt Dr. Ingrid Chorus vom Umweltbundesamt in Dessau, denn das Leitungswasser in Deutschland hat eine Spitzenqualität. Kleiner Tipp von der Expertin: Immer frisches Leitungswasser trinken. Wenn das Wasser längere Zeit in der Leitung steht, dann können Keime entstehen. Deswegen den Hahn ganz einfach voll aufdrehen, warten bis kühles Wasser rauskommt und dann erst trinken!

Muscheln und Seesterne
Bildrechte: colourbox

M wie Muscheln

M wie Muscheln

Muscheln sind nicht nur ein schön, sondern rauschen auch wie das Meer, wenn man sie sich ans Ohr hält. Biomediziner Mark Benecke erklärt, wie das Rauschen in die Muschel kommt: Es ist nicht nur eine Verstärkung des Blurauschens, wie viele meinen, sondern es kann sogar von Mikrofonen aufgenommen werden. Es sind Umgebungsgeräusche, die in der Muschel widerhallen.

Wochenende
Bildrechte: colourbox

N wie Nichts-tun

N wie Nichts-tun

Laut einer aktuellen Forsa-Studie sind 70 Prozent der Deutschen hektisch und gestresst - und das dauerhaft! Selbst im Urlaub können sie nur schwer abschalten und stehen unter Freizeitstress, erklärt Diplompsychologin Iris Haut. Tiefenentspannung im Urlaub gibt es nur, wenn man zwischen Stadtrundfahrt und Animationsprogramm ein paar Tage einplant, an denen man ganz bewusst nichts tut, so der Tipp der Expertin.

Konzert in  Klaffenbach
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

O wie Open Air

O wie Open Air

Sobald es warm wird, zieht es uns an die frische Luft! Wir fahren zum See, schlafen im Zelt. Festivals und Konzerte finden Open Air statt und der gemütliche Kinosessel wird durch einen Klappstuhl im Freiluftkino ersetzt. Eine Nacht mit Matthias Schweighöfer ganz romantisch unterm Sternenhimmel macht Spaß - so lange uns nicht wieder der typisch deutsche Sommer erwischt. Aber die gute Nachricht ist: Bei uns hat ein durchschnittlicher Sommermonat insgesamt 10 Regentage. Die Chance einen trockenen Kinoabend zu erleben, liegt also bei mehr als 50 Prozent.

Postkarte
Bildrechte: colourbox

P wie Postkarte

P wie Postkarte

Postkarten im Urlaub schreiben ist für die meisten Menschen inzwischen total aus der Mode. Und wenn wir ehrlich sind, weiß keiner so genau was man eigentlich schreiben soll. Meist wird es dann doch nur die typische „Wetter schön - Essen schmeckt - bis bald!“-Karte. Trotzdem verschicken wir Deutschen jedes Jahr knapp 210 Millionen Postkarten. Allein 57 Millionen alleine in den Sommermonaten.

Gelbbauchunke
Bildrechte: IMAGO

Q wie Quaken

Q wie Quaken

Ein kleiner Frosch bringt es auf bis zu 90 Dezibel und ist damit lauter als ein Presslufthammer. Selbst der Bundesgerichtshof hat sich mit dem Gequake befasst und entschieden: Ein Nachbar mit Froschteich kann dazu verdonnert werden, den Lärm zu verhindern und die Frösche umzusiedeln. Aber quakende Frösche sind nicht die einzigen nervigen Geräusche im Sommer - da gibt's ja noch Mücken, die einem nachts ums Ohr summen, ausschweifende Balkonpartys, die man noch drei Häuser weiter hört oder auch der Nachbar, der immer dann Rasen mäht, wenn man gerade im Liegestuhl entspannt!

Thüringer Rostbratwurst
Bildrechte: Colourbox.de

R wie Rostbratwurst

R wie Rostbratwurst

Wurst ist nicht gleich Wurst! Die Geschmacksunterschiede sind so gravierend, dass die Bratwurst Thüringen sogar spaltet - am ominösen Kümmel-Äquator und wo der liegt weiß Thomas vom Deutschen Bratwurstmuseum in Holzhausen: "Gemeint ist eigentlich der Rennsteig. Also alles, was nördlich des Rennsteigs liegt - da wird Kümmel in der Bratwurst getan - alles was südlich liegt, da wird der Kümmel verpönt!"

Autos stauen sich auf einer Autobahn
Bildrechte: Colourbox.de

S wie Stau

S wie Stau

Sommerferien bedeutet auch immer Stauzeit! Umfahren ist die vermeintlich einfachste Lösung. allerdings nicht immer hilfreich, sagt Andreas Hölzel vom ADAC: „Navis empfehlen sehr schnell: „Abfahren“, aber nicht nur einem selbst, sondern allen anderen auch. Wenn es sich um hohes Verkehrsaufkommen handelt, löst sich so ein Stau relativ schnell mal wieder auf. Besser ist es also in den meisten Fällen, das Ganze auszusitzen.“ Und gerade jetzt bei heißen Temperaturen: Viel trinken und ruhige Musik hören. Denn bei hektischen Tönen staut sich am Ende neben dem Verkehr auch die Wut!

Strand
Bildrechte: Colourbox.de

T wie Tropennacht

T wie Tropennacht

Heiße Tage, warme Nächte- wer im Sommer nachts schlaflos ist, sollte abends nur noch leichte Kost und genug mineralhaltige Getränke zu sich nehmen und vor dem Schlafen lauwarm duschen, rät Angelika Grätz vom Deutschen Wetterdienst. Außerdem ist wenig Schlaf im Sommer überhaupt kein Problem, sagen Experten. Durch die langen Tage und das viele Licht wird nämlich das „Schlafhormon" Melatonin unterdrückt. Und dieses Hormon macht nicht nur müde, sondern drückt auch die Stimmung. Somit sind wir trotz wenig Schlaf im Sommer wacher und glücklicher als im Winter.

Eine Frau crmet sich vor dem Spiegel das Gesicht ein.
Bildrechte: colourbox

U wie UV Schutz

U wie UV Schutz

Sommer, Sonne, Sonnenbrand. Schuld daran ist die UV-Strahlung. Die bekommen wir sogar schon im Auto ab, die Scheiben filtern nämlich nur UVB-Strahlen – keine Gefahr für Sonnenbrand, aber für Hautalterung und Hautkrebs durch UVA-Strahlen. Und zusätzlich zur Haut bitte auch noch gleich das Bier schützen, UV-Strahlen sorgen nämlich für einen Schwefelgeschmack… bei grünen Flaschen mehr als bei braunen. Also am besten lichtgeschützt aufbewahren.

Ventilator
Bildrechte: Colourbox.de

V wie Ventilator

V wie Ventilator

Endlich ein kühles Lüftchen! Ein Ventilator ändert zwar nichts an der Raumtemperatur, aber es fühlt sich kühler an, wie Deutschlands bekanntester Biomedizinern Dr. Mark Benecke. „Man hat über der Haut eine Art Isolierschicht. Die weht der Ventilator nicht nur weg, sondern wenn der Körper schwitzt zieht das eine Kältereaktion nach sich, die man Verdunstungskälte nennt.“ Das funktioniert allerdings nur bei einer Raumtemperatur unter 37 Grad.

Ein Junge auf einer Wasserrutsche.
Bildrechte: Colourbox.de

W wie Wasserrutsche

W wie Wasserrutsche

Die höchste Wasserrutsche der Welt steht in den USA und ist mit ihren 51 Metern höher als die Niagarafälle. Aber Wasserrutschen können wir auch in Mitteldeutschland: Immer am letzten Juliwochenende steigt im Waldbad Rebesgrün im Vogtland die offizielle Deutsche Meisterschaft im Wasserrutschen. Der Rekord auf der 75 Meter langen Bahn liegt bei exakt 10,932 Sekunden. Und laut Organisator Ralf rutschen da die Schnellsten nicht in der Rückenlage, sondern auf den Unterschenkel und Knien! Alles für den Sieg...

Drittklaessler einer Grundschule schreiben am 31.07.2012 – Ferien! – auf eine Tafel in einem Klassenzimmer.
Bildrechte: dpa

X wie XXL Ferien

X wie XXL Ferien

6 Wochen schulfrei! Die „großen“ Ferien fangen zwar für jedes Bundesland in Deutschland unterschiedlich an, sind aber überall gleich lang. In anderen Ländern dürfen die Schüler tatsächlich noch länger zuhause bleiben. In Italien beginnen die Ferien Anfang bis Mitte Juni und dauern knapp drei Monate. Die französischen Kinder haben neun Wochen Auszeit, Belgien acht, Holland sechs. In Japan gibt es exakt 6 Wochen frei, allerdings verreisen die Japaner davon höchstes 3-4 Tage und die Kids müssen auch Hausarbeiten in der freien Zeit schreiben. Da haben wir ja Glück gehabt!

Tanzende Menschen auf einer Yacht
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Y wie Yacht

Y wie Yacht

Hubschrauberlandeplatz, Pool und eigenes Kino gefällig – auf dem Wasser? Gibt’s alles auf der teuersten Luxusyacht der Welt. Die heißt „Azzam“, gehört einem Prinz aus Saudi Arabien, ist 180 Meter lang und kostet schlappe 490 Millionen Euro.

Camping
Bildrechte: Colourbox

Z wie Zelten

Z wie Zelten

Günstig ist Zelten allemal. Es kann auch fast genauso luxuriös sein, wie im Camping- und Freizeitpark Lux-Oase in Kleinröhrsdorf. Dort gibt es Abentuerspielplätze, Minigolf, verschiedene Sportplätze, eine Wellnesslandschaft mit Pool, Saunen und Massagen und ein eigenes Restaurant. Wer braucht da noch einen Hubschrauberlangeplatz?

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP Morningshow | 29.05.2017 | 05:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2017, 11:41 Uhr

Aktuell auf jumpradio.de