Ein Mädchen wärmt sich an der Heizung.
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8 Tipps für die kalte Jahreszeit So heizt du richtig und sparst dabei noch Geld

Im Schnitt werden im Jahr pro Haushalt 500 Euro buchstäblich verheizt – durch kleine Heizsünden. Wie man diese vermeidet, ohne dass die Wohnung zum Eisfach wird, verraten wir dir hier!

Ein Mädchen wärmt sich an der Heizung.
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1. Wohlfühltemperatur leicht nach unten

Ein Grad weniger bei der Raumtemperatur merkt man kaum, das bringt im Schnitt aber schon rund sechs Prozent weniger bei den Heizkosten. Bei drei Grad weniger verringern sich diese Ausgaben sogar schon um fast ein Fünftel. Aufs Jahr gerechnet sind das bei einer Fünfzigquadratmeter-Wohnung fast 120 Euro weniger, die man bei den Nebenkosten bezahlen muss. Für den Hinterkopf: Ein Grad bei der Temperatur entspricht in der Regel einem Punkt oder Strich auf dem Heizventil.

2. Nicht auskühlen lassen

Das ist verlockend: Man sollte aber nachts oder wenn man unterwegs ist, die Heizkörper nicht komplett abdrehen. Wände, Decke und Fußböden kühlen dann zu stark aus und müssen mit viel Heiz-Energie wieder angewärmt werden. Hier sagen Energieberater: Man sollte die Temperatur um maximal fünf Grad absenken. Das entspricht einer der fünf Stufen auf dem Heizventil.

3. Nachheizen lassen

Wände und Fußboden speichern Wärme: Diesen Effekt kann man ähnlich wie beim Kochen gut für sich nutzen und die Heizung bereits eine halbe oder ganze Stunde vor dem Schlafengehen runterdrehen. Andererseits heißt das: Man müsste morgens schon eine halbe Stunde eher die Heizung andrehen, um dann beim Aufstehen die übliche Wohlfühltemperatur zu haben. Verschärft gesagt bedeutet das Ganze: Wer morgens nur eine halbe Stunde zu Hause verbringt, muss die Heizung gar nicht erst andrehen.

4. Einzelkämpfer bringen es nicht

Mit einem Heizkörper die ganze Wohnung heizen, damit man die anderen nicht anmachen muss: Mit dieser Methode spart man leider nichts. Im Gegenteil: Der Hauskessel muss dann unter Umständen mehr Wärme an die einzelnen Heizkörper liefern – und das kostet dann extra.

5. Nicht selbst machen

Inzwischen den meisten bekannt: Wenn der Heizkörper gluckert, ist Luft drin. Dadurch heizt der dann schlechter und verbraucht mehr Energie als nötig. Einfache Erklärung: Das warme Wasser kann den Heizkörper nicht vollständig füllen und somit auch die Wärme nicht optimal in den Raum abgeben. Abhilfe kann ein Entlüfterschlüssel aus dem Baumarkt schaffen.

6. Vermieter nerven

Energieberater raten aber vom eigenhändigen Entlüften ab: Denn dabei geht zwangsläufig immer auch etwas Wasser verloren. Wenn mehrere Mieter auf diese Weise Wasser aus dem Heizsystem entnehmen, stimmt irgendwann der Druck nicht mehr. Hier sollte man besser mit dem Vermieter reden, damit der an den höchsten Punkten im Haus Selbstentlüfter zum Aufschrauben anbringt.

7. Richtig lüften

Rund 11 Liter Feuchtigkeit fallen in einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt pro Tag an und die müssen raus. Am besten per „Stoßlüftung“: Zweimal pro Tag fünf Minuten lang mehrere Fenster gleichzeitig öffnen. Damit entweicht die verbrauchte Luft, die Wärme in Wänden und Möbeln bleibt aber erhalten. Ganz wichtig: Während des Lüftens die Heizung ausschalten. Ansonsten fährt das Thermostat durch die kalte Luft auf maximale Leistung. Dauerhaft angekippte Fenster transportieren zwar die feuchte Luft ab, lassen aber auf Dauer aber Fußböden, Wänden, Decken und Möbel auskühlen.

8. Nebenkosten kürzen?

Das Haus hat eine Heizung aus den frühen Achtzigern, die Wände besitzen keine effektive Dämmung und die Nebenkostenabrechnung ist entsprechend schmerzhaft hoch: Laut Deutschen Mieterbund kann man in so einem Fall den Hauseigentümer leider nicht zwingen, eine bessere Heizung einzubauen und eine Dämmung anzubringen. Die Nebenkosten sollte man also auf keinen Fall kürzen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 07. Dezember 2017 | 18:15 Uhr