Frau hält Orange unter fließendes Wasser
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Pestizidrückstände & Co. Wie wasche ich Obst richtig?

Obst ist gesund und gehört jeden Tag auf den Speiseplan. Was wir dabei aber oft vergessen: Obst wird meistens mit Pestiziden behandelt, die wir nicht mitessen sollten. Und selbst Bio-Obst ist nicht vor Umwelteinwirkungen wie Abgasen sicher. Wir haben Tipps für richtig sauberes Obst!

Frau hält Orange unter fließendes Wasser
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Wer Obst isst, will sich gesund ernähren und dabei natürlich lieber Vitamine als giftige Rückstände von Pilzen oder Bakterien zu sich nehmen. Doch die sind leider oft auf den Früchten und gehen gar nicht so leicht ab! Selbst Obst und Gemüse aus Bio-Anbau können mit Abgasen oder Bakterien belastet sein. Da hilft nur eins: richtig waschen.

Schälen hilft nicht

Orange wird mit einem Messer geschält
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Die mitunter giftigen Rückstände befinden sich vor allem auf der Schale. Die Frucht einfach zu schälen ist dabei nicht die Lösung! Zum einen befinden sich in der Schale oft die wichtigsten Nährstoffe. Bei Äpfeln zum Beispiel sind mehr Vitamine und Mineralstoffe in der Schale als im Fruchtfleisch. Schale ab ist da keine gute Idee. Zum anderen können durch das Abschälen und Aufschneiden von ungewaschenen Früchten die Giftstoffe vom Messer auf das Fruchtfleisch übertragen werden. Das bietet dann einen idealen Nährboden für Mikroben und andere Krankheitserreger. Also, auch wenn du die Schale nicht essen möchtest oder kannst: vorher gründlich waschen.

Rund ums Spülbecken

Waschen ist schon ein guter Anfang. Am besten mit warmem, nicht heißem Wasser das Obst gründlich abduschen. So werden erste Chemikalien entfernt. Viele waschen ihr Obst auch mit Spülmittel, das solltest du nicht tun. Damit können zwar viele Pestizide entfernt werden, aber nicht alle. Und unter Umständen bleiben zusätzliche Rückstände vom Spülmittel - das solltest du auch nicht mitessen.

Im Salzwasserbad oder mit verdünntem Apfelessig werden z.B. Beeren ordentlich sauber und bleiben länger frisch. Dazu einfach die Lebensmittel in eine große Schale geben und die dann mit Wasser auffüllen, bis alles bedeckt ist. Dann einen Teelöffel Essig oder einen halben Teelöffel Salz dazu und das ganze kurz einwirken lassen. Zum Schluss mit klarem Wasser abspülen.

Grobe Rückstände wie etwa Erde, die auch Pilze und Bakterien enthalten kann, kannst du mit einer Gemüsebürste entfernen. Die solltest du für empfindliche Früchte allerdings nicht benutzen, weil sie die Haut aufreissen und Keime ins Innere befördern kann.

Putzmittel für Obst und Gemüse

Im Supermarkt gibt es speziellen Obst- und Gemüsereiniger. Er schützt die empfindliche Haut der Lebensmittel und entfernt chemische Rückstände zuverlässig. Den Reiniger einfach aufsprühen, kurz einwirken lassen und dann unter fließendem Wasser abspülen.

Solche Reiniger kannst du aber auch leicht selber machen. Die sind viel günstiger als gekaufte und du weißt genau, was drin ist!

Und so gehts:

Gemüsereiniger selber machen

Anleitung zum DIY-Gemüsereiniger
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Anleitung zum DIY-Gemüsereiniger
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Anleitung zum DIY-Gemüsereiniger
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Vom Zitronenreiniger erhältst du ungefähr 400 ml, das Rezept für den Grapefruitreiniger ergibt circa 200 ml. Damit kannst du nun dein gesamtes Obst und Gemüse reinigen. Dazu einfach den Reiniger aufsprühen, fünf bis zehn Minuten einwirken lassen und dann gründlich mit Wasser abspülen.

Beide Reiniger sollten nach vier bis sechs Wochen aufgebraucht sein. Wenn du sie in größeren Mengen herstellen willst, sind sie auch bis zu sechs Monate haltbar. Lange Zeit lagern solltest du den Reiniger aber nicht.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Mittag | 03. November 2017 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. November 2017, 11:18 Uhr

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