Fußballer Neymar
Bildrechte: IMAGO

222 Millionen Euro Ablösesumme Das sind Reaktionen auf den Wechsel von Neymar

Der Fußballstar Neymar wechselt für eine Rekordsumme vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain. Das kommt bei deutschen Fußballstars und auch im Internet nicht so gut an. Wir haben einige Meinungen zusammengefasst.

Fußballer Neymar
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"Es ging mir nie ums Geld" sagt Neymar selbst. Aber der Deal ist trotzdem fix: Für 222 Millionen Euro ist der Brasilianer von Barcelona nach Paris gewechselt. Die Rekordsumme löst heftige Debatten über die Verhältnismäßigkeit solcher Beträge aus. In Thüringen könnten rund 7.815 „normale“ Arbeitnehmer von dem Geld ein Jahr lang beschäftigt werden (gemessen am durchschnittlichen Jahresgehalt). In Sachsen könnte man damit rund 5.260 Gymnasiallehrer für ein Jahr neu einstellen.

Der Gott des Geldes

Der Trainer Christian Streich meint, dass hinter dem Streben nach einem höheren Gehalt und mehr Geld vor allem die Sehnsucht nach Sicherheit und Anerkennung stehen würde. Trotzdem ist die jetzt gezahlte Summe für ihn unglaublich hoch.

Der Gott des Geldes wird immer größer und irgendwann verschlingt er alles. Das ist eine enorme Gefahr! Mir ist völlig egal, ob der 222 Millionen Euro kostet, oder 444 Millionen Euro. Es übersteigt meine Fähigkeit, das einzuordnen. Ich weiß nicht, wie es Leuten geht die nichts haben, wenn sie das lesen.

Christian Streich, Cheftrainer SC Freiburg

Auch Twitter reagiert

Das Thema kocht auch im sozialen Netzwerk Twitter hoch. Hier findet ihr einige Kommentare:

Die Welt 2017: EU zahlt Milliarden, damit weniger Menschen nach Europa kommen. PSG zahlt 222 Mio, damit ein Mensch nach Paris kommt. #Neymar

extra3

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Um Neymar kaufen zu können, muss ich fast ein Jahr arbeiten. #verrücktefußballwelt

SDeppmeyer

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155 € soll das Trikot von @neymarjr kosten?! Das ist ein absoluter Witz! #Neymar

Wanderer_9987

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>>Der Gott des Geldes wird alles verschlingen.<< - Christian #Streich bringt die Absurdität des Fußballs einmal mehr auf den Punkt. #Neymar

die_sportsau

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Hab jetzt doch nochmal meine Hosentaschen geleert und was soll ich sagen: Ich steige in den Poker um #Neymar ein! #Peanuts

Bgess86

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Transfersummen eigentlich gedeckelt

Laut der UEFA-Regal "Financial Fairplay" sollen hohen Verkaufssummen eigentlich vermieden werden. Demnach dürfen Vereine prinzipiell nicht mehr Geld ausgeben als sie einnehmen. Dieser Punkt verursacht bei Trainer Jürgen Klopp Unverständnis:

Ich dachte eigentlich immer, Financial Fairplay wäre dafür erfunden worden, dass so etwas nicht geht, aber offensichtlich ist Financial Fairplay mehr so ein Vorschlag, als eine wirkliche Regel

Jürgen Klopp, Trainer FC Liverpool

Seiner Meinung nach gibt es nur zwei Vereine in Europa, die sich solche Summen leisten könnten: Manchester City und Paris St. Germain. Denn beide werden von reichen Menschen in Abu Dhabi und Katar finanziert.

In Bayern unvorstellbar

Der Präsident des FC Bayern München hat vor allem Angst vor den Reaktionen der Fans:

Ich frage mich, ob das auf Dauer den Zuschauern und den Fans noch zu vermitteln ist. Die Verantwortlichen müssen sich schon die Frage stellen, ob das alles noch vernünftig ist. Ich persönlich halte es für nicht vernünftig, und mal sehen, ob das von den Zuschauern auf Dauer so akzeptiert wird.

Uli Hoeneß, Präsident FC Bayern München

Das Thema im Programm: MDR JUMP am Mittag | 04.08.2017 | 12.45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. August 2017, 16:16 Uhr

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