Mitnehmen, verleihen, testen Mit dem eigenen Auto Geld verdienen

Ein Auto zu besitzen ist ein kleiner Luxus. Neben den Anschaffungskosten zahlt man Versicherung, Sprit und Reparaturen. Deshalb überlegen sich viele Autofahrer, wie sie ihre laufenden Kosten ausgleichen oder mit ihrem Auto sogar Geld verdienen können.

Ein Wechsel der Kfz-Versicherung kann viel Geld sparen.
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Es gibt ganz herkömmliche Möglichkeiten mit seinem Auto einen kleinen Nebenverdienst einzufahren. Zum Beispiel als Auslieferungsfahrer für Pizza oder Medikamente. Dazu gibt es aber noch eine ganze Reihe an Verdienstkonzepten.

Mitfahrgelegenheit anbieten

Eine Fahrgemeinschaft
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Während der eine ausschließlich an der Möglichkeit interessiert ist, einen Zusatzverdienst zu erzielen, reicht anderen schon die Aussicht, die finanzielle Belastung zu reduzieren – beispielsweise indem man andere mitfahren lässt. Auf dem Markt der Fahrgemeinschaften hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan, vor allem durch das Internet und Smartphone-Apps.

Die Anwendung ist recht einfach. Das Konzept folgt dem Prinzip der Mitfahrzentralen, in denen sich Fahrer und Mitfahrer finden, vorab austauschen und im Anschluss an die Fahrt bewerten können. Tägliche Fahrten zur Arbeit, Abstecher ins Grüne oder nächtliche Heimfahrt von der Disko können dazu genutzt werden ein paar Euro einzunehmen. Allerdings ist das Ganze mit einem gewissen Aufwand an Organisation verbunden.
Wichtig: Bei Unfällen deckt die Haftpflichtversicherung des Fahrers die Ansprüche der Mitfahrer.

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Auto privat vermieten

Der Schlüssel eines Autovermieters steckt in einem Autotürschloss.
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Wer sein Auto nicht die ganze Zeit benötigt, kann es ja an andere vermieten. Diese Idee wird unter Autofahrern immer beliebter, da diese Variante dem Eigentümer Geld bei Nichtnutzung in die Kasse bringt und für Mieter meist günstiger ist, als ein Auto bei einem großen Anbieter zu leihen. Auf Internetplattformen bieten Privatpersonen ihre Fahrzeuge für andere an. Die Registrierung ist meist kostenpflichtig, ein Foto, technische Daten und die Kosten pro Kilometer oder Zeit beschreiben das Auto. Es bleibt allein die Entscheidung des Besitzers, ob er seinen PKW nur für wenige Stunden oder sogar für mehrere Tage vermieten möchte. Auch den Preis legt der Vermieter fest und ob derjenige, der sein Fahrzeug zur Miete anfragt, das Auto letztlich mieten und damit fahren darf. Fahrtenbücher erleichtern die Abrechnung. Im Schadensfall können Fahrzeuge für die Mietdauer durch spezielle Versicherungen abgesichert werden.

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Werkstatt testen

Die Dekra überprüft regelmäßig verschiedene Autowerkstätten auf ihre Service- und Reparaturqualität. Für solche Qualitätstests werden private Autobesitzer der verschiedensten Automarken gesucht. Wer als Werkstatttester eingesetzt wird, bekommt die Kosten für die Inspektion erstattet. Mindestens 120 Euro und maximal 400 Euro lassen sich mit einem Werkstatttest jeweils verdienen.

Auto auf der Hebebühne in einer Werkstatt.
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Nachdem man sich bei der Dekra als Werkstatt-Tester registriert hat und als geeignet befunden wurde, trifft man sich mit einem Sachverständigen einer Dekra-Niederlassung. Der Mitarbeiter erklärt den Testablauf im Detail und worauf zu achten ist. Am Testtag baut der Dekra-Mitarbeiter einige kleinere (nicht sicherheitsrelevante) Mängel in dein Fahrzeug ein. Diese Mängel sollten im Rahmen der Inspektion von der Werkstatt gefunden werden. Nachdem das Auto die Inspektion durchlaufen hat und die Rechnung gestellt wird, gibt man sich als Werkstatt-Tester zu erkennen und ruft den Dekra-Sachverständigen hinzu. Schlussendlich muss ein Fragenbogen ausgefüllt werden. Wichtig ist, dass das Fahrzeug gepflegt und maximal zehn Jahre alt ist und außerdem nicht mehr als 200.000 km gelaufen hat.

Der Zeitaufwand für den Werkstatt-Test ist nicht wirklich erheblich, denn die Zeit, die die Inspektion in Anspruch nimmt, müssen ja ohnehin investiert werden.

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Auto mit Werbefolie bekleben

Auch, wenn es auf den ersten Blick nach einer tollen Idee klingt, so ist der Verdienst mit Autowerbung nur selten lukrativ. Auf mehreren Plattformen wird angeboten, sich sein Auto bekleben zu lassen und dafür Geld zu bekommen. Meist muss man sich dafür kostenpflichtig registrieren und bekommt dann doch keine Aufträge.

Werbung für Spee-Waschmittel auf einem Smart der Autovermietung
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Im März 2013 startete die Deutsche Post ein Pilotprojekt, bei dem private Autobesitzer und werbewillige Unternehmen zusammengebracht werden sollten, ohne dass Kosten für den Autobesitzer entstehen. Das Projekt ist allerdings mittlerweile wieder eingestellt worden.

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Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 05. September 2017 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. September 2017, 12:02 Uhr