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Baby-Tausch, Zombies und Seifenblasen Diese skurrilen Dinge stehen in AGB

Mal ehrlich: Wer liest schon wirklich die AGB von Onlineseiten und Apps? Oft setzt man nur schnell das Häkchen, damit man einen Dienst in Anspruch nehmen kann. Das wissen auch viele Unternehmen. Einige von ihnen haben ziemlich skurrile Passagen in ihren Rechtstexten versteckt.

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Tausch: Baby gegen Wlan

In Großbritannien wollten IT-Experten in einem Experiment feststellen, wie unbedarft Leute ihre Daten einfach so weitergeben. Dazu wurden in London kostenfreie HotSpots angeboten. In den AGB des Experiments stand:

Mit der Benutzung dieses Dienstes willigen Sie ein, Ihr erstgeborenes Kind dem Unternehmen zu überlassen. Zeitpunkt und Nutzungsart werden vom Unternehmen festgelegt. Falls keine Kinder produziert werden, wird stattdessen Ihr Haustier genommen. Diese Bestimmungen gelten für die Ewigkeit.

Ganz ernst gemeint hat es das Unternehmen mit dieser Klausel nicht.

Zombie-Klausel

Man weiß ja nie, ob nicht doch mal eine Zombie-Apokalypse eintritt - dachte sich wohl Amazon. Und hat im englischen Text der AGB für seinen Clouddienst festgehalten, dass die Spiele-Entwicklungsumgebung "Lumberyard" nicht für lebenswichtige Infrastrukturen, selbstfahrende Fahrzeuge oder Atomanlagen verwendet werden darf. Es sei denn, es handelt sich um einen

Ausbruch einer Viren-Infektion, die über Bisse oder Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen wird und zur Wiederbelebung von Leichen führt, die versuchen, menschliches Fleisch, Blut, Gehirn oder Nervenzellen zu konsumieren, und die den Fall der organisierten Zivilisation wahrscheinlich macht.

Wlan für gemeinnützige Arbeit

Ein britischer Internetprovider hat 22.000 Menschen, die den AGB für kostenloses Wlan zustimmten, zu jeweils 1.000 Stunden Gemeindedienst verpflichtet. Nur eine Person bemerkte diesen Deal in den AGB. Zum Glück war auch das nur ein Experiment, die AGB wurden nach zwei Wochen wieder geändert.

Die gemeinnützige Arbeit kann folgendes umfassen: Parkanlagen von Hundekot befreien, streunende Katzen und Hunde umarmen, Rohrverstopfungen beseitigen, Dixi-Toiletten auf Festivals und Events säubern, Schneckenhäuser bemalen, um den Schnecken das Leben schöner zu machen.

Duell mit Seifenblasen und Wasserpistole

Eine Feinkostmarke, die Meersalz verkauft, hat in ihren AGB eine ganz klare Meinung zum Thema kochen:

Die Verwendung von Fleur de Sel im Nudelwasser wird als Beleidigung aller Meeresgötter gewertet!

Außerdem sollen Streitigkeiten nicht vor Gericht ausgetragen werden:

Rechtsstreitigkeiten zwischen der Firma und dem Kunden werden per Duell beigelegt.
4.1 Die Wahl der Waffen obliegt dem Kunden
4.1.1 Bei Streitwerten unter 25.000 Euro hat die Waffenwahl aus folgender abschließenden Liste zu erfolgen:
4.1.1 (a) Wasserpistole
4.1.1 (b) Seifenblasenpustefix

Vielleicht sollten wir in Zukunft alle die ein oder andere Minute mehr investieren, um nicht unsere Seele zu verkaufen oder das Erstgeborene abgeben zu müssen.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP am Nachmittag | 08.08.2017 | 18:15 Uhr