Slackline Rekordversuch
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Murmeln, schwimmen, balancieren So kurios und sportlich war das Wochenende

Matschfußball spielen, 240 Meter über der Elbe balancieren, durch die Elbe bis nach Hamburg schwimmen oder die längste Murmelbahn der Welt: Mitteldeutschland ist dieses Wochenende sehr sportlich gewesen.

Slackline Rekordversuch
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Slackliner balancieren 240 Meter über der Elbe

Am ersten Augustwochenende wollten es Sachsens Slackliner wissen: Nahe der Festung Königstein sind sie über den Abgrund gegangen und konnten damit einen neuen Rekord aufstellen.

Auf einer 65 Meter langen Highline, 240 Meter hoch über der Elbe, haben die jungen Slackline-Athleten aus Leipzig und Dresden einen neuen Festungsrekord aufgestellt. So weit ist nach Angaben der Veranstalter noch niemand auf dem Königstein über die Tiefe außerhalb der Festungsmauern balanciert. Für den neuen Rekordversuch haben die Athleten vom Blitzeichenplateau eine Highline Richtung Königsnase gespannt. Zwischen den Sportlern und dem Abgrund verlief dann nur das 2,5 Zentimeter breite Band.

Thüringer knacken Murmelweltrekord

Der Murmel-Weltrekordversuch im ostthüringischen Ronneburg ist gelungen. Die Kugel ist am Sonntagnachmittag 2.260,41 Meter durch die Röhrenbahn gerollt. Damit überboten die Thüringer den bisherigen Weltrekord um mehr als 300 Meter. Die Kugel hat für die Strecke etwa zehn Minuten benötigt.

Nötig waren zwei Durchläufe, die Schiedsrichter Rolf Allerdissen überwachte. Nach dem enttäuschenden Fehlversuch am Samstag, bei dem die Murmel bereits kurz nach Start liegengeblieben war, konnten die Macher vom Verein we4kids nun die Rekordurkunde des deutschen Ablegers von Guinness-World Records entgegen nehmen. Zuvor waren die Wettbewerbskriterien noch präzisiert worden und die Thüringer durften statt der zunächst genutzten Achatmurmel eine schwerere Stahlkugel verwenden. Außerdem hatten die Vereinsmitglieder und Helfer über Nacht große Teile der Röhrenbahn umgebaut, um das Gefälle zu verbessern. Sie hatten mehrere Monate auf den Erfolg hingearbeitet. Der Verein we4kids kümmert sich ehrenamtlich um benachteiligte Kinder.

Chemnitzer schwimmt Elbe bis Hamburg

Ein Chemnitzer Hobbyschwimmer will die Elbe bezwingen. Am Freitagmorgen ist Joseph Heß in Bad Schandau in die Fluten gestoßen. Nach zehn Tagen will er in Hamburg ankommen.

Zehn Tage Elbe, das bedeutet für Heß, jeden Tag etwa 60 Kilometer zu schwimmen. Am ersten Tag wollte er 68 Kilometer schwimmen und bis nach Radebeul kommen. Begleitet wird der Hobbyschwimmer von einem kleinen Unterstützerteam, zu dem auch sein Vater und seine Freundin gehören. Ein Begleitboot fährt neben Heß her und bringt ihm Verpflegung. Denn der Elbeschwimmer muss jede halbe Stunde etwas essen. Die Tour ist äußerst kräftezehrend.

Chemnitzer schwimmt bis nach Hamburg
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Matschfußball in Wöllnau

Zu viel Wasser auf dem Platz ist normalerweise ein Grund das Spiel abzusagen. Nicht so in Wöllnau in Nordsachsen. Hier wird ein Acker mit Wasser geflutet, und los geht das Turnier.

Dieses Thema Programm: MDR JUMP | 06.08.2017 | 18:15 Uhr

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