25 Jahre Kuriose Fakten zum Film „Bodyguard“

Jeder kennt den Song und kann zumindest den Refrain mitsingen: I Will Always Love You. Gesungen wurde der Titel von Whitney Houston und erlangte Weltruhm – auch weil er der Titelsong im Film „Bodyguard“ war. Der Film kam am 25. November 1992 in die Kinos, vor 25 Jahren! Da wird es Zeit für ein paar kuriose Fakten rund um den Dreh!

Whitney Houston als Rachel Marron und Kevin Costner als Frank Farmer im Film "The Bodyguard". Auf dem schwarz-weiß-Bild laufen sie lachend einen Weg entlang.
Fakt 1: Der Film wurde fast nicht gedreht Lawrence Kasdan schrieb das Drehbuch zu „Bodyguard“ schon Mitte der Siebziger. Berühmt wurde er wenig später mit den Drehbüchern zu „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ aus der Stars Wars-Reihe oder „Jäger des verlorenen Schatzes“, dem ersten Film aus der Indiana Jones-Reihe mit Harrison Ford.
Bevor Warner Bros. das Skript von Kasdan Ende der Siebziger kaufte, hatten es schon zahlreiche andere Filmstudios abgelehnt.
Bildrechte: IMAGO
Whitney Houston als Rachel Marron und Kevin Costner als Frank Farmer im Film "The Bodyguard". Auf dem schwarz-weiß-Bild laufen sie lachend einen Weg entlang.
Fakt 1: Der Film wurde fast nicht gedreht Lawrence Kasdan schrieb das Drehbuch zu „Bodyguard“ schon Mitte der Siebziger. Berühmt wurde er wenig später mit den Drehbüchern zu „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ aus der Stars Wars-Reihe oder „Jäger des verlorenen Schatzes“, dem ersten Film aus der Indiana Jones-Reihe mit Harrison Ford.
Bevor Warner Bros. das Skript von Kasdan Ende der Siebziger kaufte, hatten es schon zahlreiche andere Filmstudios abgelehnt.
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Im Film "The Bodyguard" von 1992 spielen Whitney Houston, hier rechts im Bild mit einem Bilderrahmen in der Hand, und Kevin Costner, links im Bild, mit einem Glas in der Hand. Sie sehen sich in die Augen.
Fakt 2: Whitney Houston war gar keine Schauspielerin Anfang der Neunziger war Whitney Houston ein Weltstar, schon ihr Debütalbum „Whitney Houston“ schaffte einen Rekord: Mit 13 Millionen allein in den USA verkauften Tonträgern war es eines der erfolgreichsten Debüts, das je einer Künstlerin gelang. Als Schauspielerin traute man ihr aber nichts zu. In einem Interview mit dem Rolling Stone gab sie zu, selbst an sich gezweifelt zu haben, weil die Leute kein Vertrauen in sie gehabt hätten: „Wissen Sie wovor ich Angst hatte? Dass mich die Leute verfolgen würden, bevor sie mir die Möglichkeiten geben würden, den Job zu machen.“ Am Ende ist es auch Kevin Costners Verdienst, dass Houston die Rolle annahm. Er hatte ihr versprochen, ihr dabei zu helfen. Bildrechte: IMAGO
Kevin Costner spielte im Film "The Bodyguard" von 1992 den Sicherheitsexperten Frank Farmer. Im Bild ist er im Halbprofil zu sehen und schaut nach rechts aus dem Bild.
Fakt 3: Kevin Costner war nicht für den Film vorgesehen Ursprünglich waren Diana Ross und Steve McQueen für die Hauptrollen vorgesehen. Allerdings verwarf man die Idee wieder, weil man befürchtete, die Liebe zwischen einem weißen Mann und einer schwarzen Frau würde für einen Skandal sorgen.
Am Ende gab es doch ein gemischtrassiges Pärchen: Kevin Costner und Whitney Houston. Für die beiden spielte Ethnie aber nie eine Rolle. Costner erzählte nach Houstons Tod in einem Interview, dass er sich immer sicher gewesen sei, dass die Zuschauer nicht auf die Herkunft der Figuren achten würden, sondern die Liebesgeschichte im Vordergrund stünde: „Hier geht es nicht um Rasse. Hier geht es um gute, alte Chemie.“
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Whitney Houston im beigefarbenen Hosenanzug bei ihrem Auftritt bei Wetten Dass..? 2009.
Fakt 4: Der Film hat einen wahren Hintergrund Im Film geht es um Rachel Marron, eine erfolgreiche Popsängerin, die Drohbriefe erhält. Frank Farmer ist ehemaliger Agent des Secret Service und Sicherheitsexperte. Er bekommt den Auftrag, Rachel zu beschützen. Soweit der Film.
Auch Whitney Houston wurde bedroht. In einem Interview erzählte sie, dass auch sie Drohbriefe erhalten hatte: „Irgendwie gelangte der Brief zu mir. Darin stand, dass sie mich in den letzten Sekunden meiner Show töten würden. Aber ich weiß nicht. Du musst mich nicht bedrohen, um mir zu sagen, dass du mich töten wirst. Wenn das jemand will, wird er dich kriegen.“
Und Houston selbst vertraute deshalb auch ihren Bodyguards: „Du hast Bodyguards, die ein Gefühl dafür haben. Das ist etwas, was nicht wirklich mein Job ist.“
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Dolly Parton
Fakt 5: Der Titelsong ist geklaut „I Will Always Love You“ war viele Jahre die meistverkaufte Single der USA, der Song steht auf Platz 68 der „Billboard Greatest Songs of All Time“. Auch in Deutschland hielt sich die Single 27. Wochen lang auf Platz 1 der Charts.
Im Original stammt „I Will Always Love You“ aber gar nicht von Whitney Houston, sondern von der Country-Musikerin Dolly Parton. Die hatte den Song schon 1974 aufgenommen, aber erst 1992 machte Whitney ihn zum Welthit.
Dass der Song überhaupt zum Titeltrack des Films wurde, was Kevin Costners Idee. Als Produzent fragte er Dolly Parton nach dem Song, weil er ihn selbst so toll fand: „Mir war es egal, ob er jemals im Radio war.“
Der Soundtrack zum Film ist bis heute der meistverkaufte Soundtrack aller Zeiten. Weltweit gingen 44 Millionen Stück über die Ladentheken. Damit zählt er  auch zu den erfolgreichsten Alben aller Zeiten.
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Am Set wird oft schweres Gerät benötigt, zum Beispiel für die Scheinwerfer. Im Bild ist ein großer Scheinwerfer zu sehen.
Fakt 6: Die Dreharbeiten forderten einen Toten Während des Drehs wurde Bill Vitagliano, ein 33-jähriger Fahrer, zwischen zwei Kränen eingeklemmt und starb. Die Kräne wurden für die Lichtausstattung benötigt. Bildrechte: IMAGO
Whitney Houston und ihre Tochter Bobbi Kristina
Fakt 7: Houston hatte eine Fehlgeburt Im Erscheinungsjahr des Films, 1992, heiratete Whitney Houston Bobby Brown. In einem Interview erzählte sie, dass die beiden schon vor der Ehe versucht hatten, Eltern zu werden. Sie bestätigte aber auch die Gerüchte, dass sie während der Dreharbeiten zu „Bodyguard“ eine Fehlgeburt hatte. „Das war sehr schmerzhaft, emotional und körperlich“, sagt Houston im Interview. Aber sie war trotzdem am nächsten Tag wieder am Set. Und nur ein Jahr später kam Tochter Bobbi Kristina zur Welt. Bildrechte: IMAGO
Im Film "The Bodyguard" verkörpert Whitney Houston die Popsängerin Racheln Marron. Im Bild zu sehen ist sie mit einem extravaganten Outfit, die Arme hochreißend und singend.
Fakt 8: Der Director’s Cut floppte Heute ist der Film ein „Must See“ und gehört zu den bekanntesten Liebesfilmen. Als ein Testpublikum die erste Version des Films sah, war es gar nicht begeistert. Der Regisseur selbst, Mick Jackson, soll gesagt haben, dass die Gefühle fehlten: „[Houston und Costner] sahen eher aus wie zwei Kumpels, die den Tag zusammen verbrachten als die heißen Liebenden, die sie sein sollten.“
Der Film wurde kurzerhand umgeschnitten, um ihn ansprechender zu machen. Statt langer Monologe von Houston gab es nun mehr Nahaufnahmen von ihrem Gesicht.
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The Bodyguard mit Whitney Houston und Kevin Costner
Fakt 9: Der Film war sehr erfolgreich Obwohl „Bodyguard“ in seiner ersten Fassung bei den Kritikern gar nicht gut weg kam, wurde er vom Publikum geliebt. 1992 spielte der Film 411 Millionen US-Dollar ein und wurde damit der zweiterfolgreichste Spielfilm. Erfolgreicher war nur Disney’s Aladdin, der über 500 Millionen US-Dollar einbrachte. Bildrechte: ARD Degeto
Prinzessin Diana am 27.5.1997 in London.
Fakt 10: Es hätte fast eine Fortsetzung gegeben Nach dem Erfolg des Films 1992 dachte Produzent und Schauspieler Kevin Costner über eine Fortsetzung nach – mit royaler Besetzung. Prinzessin Diana sollte die Hauptrolle übernehmen. „Sie wollte, dass ich die Rolle für sie schrieb. Und ich sagte ‚Ich schneidere sie dir auf den Leib, wenn du interessiert bist.‘ Und sie sagte ‚Ich bin interessiert.‘“
Eine erste Version des von Costner beauftragten Skripts kam einen Tag vor Dianas Tod in Paris an. Danach konnte Costner seinen Plan nicht mehr verfolgen: „Die ersten 30 Seiten waren einfach wie sie: würdevoll, sexy, klug, lustig. Ich konnte es nicht zu Ende bringen. Es brach mir das Herz.“
2011 dachte auch Warner Bros. über eine Fortsetzung nach. Rihanna soll im Gespräch für die Hauptrolle gewesen sein, sagte aber ab mit der Begründung, dass sie die Sängerin Rihanna jeden Tag spiele.
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Melody Thornton spielte Rachel Marron auf der China-Tour des Musicals "Bodyguard". Auf dem Bild ist sie in einem goldenen Kleid zu sehen und von weiteren Darstellern umgeben.
Fakt 11: Der Film wurde zum Musical Eine Fortsetzung des Kassenschlagers gab es also nicht, dennoch gibt es „Bodyguard“ in einer Neuauflage – als Musical. Geschrieben hat es Alexander Dinelaris und es basiert natürlich auf der Geschichte des Films. Neben den Songs aus dem Film sind auch noch andere Whitney Houston-Songs Teil der Geschichte, zum Beispiel „One Moment in Time“ oder „How Will I Know“.
Die Premiere fand im Dezember 2012 in London statt, seit 2015 wird es auch in Deutschland aufgeführt. Am 28. September 2017 fand die Premiere in Stuttgart statt, davor wurde „Bodyguard – Das Musical“ in Köln aufgeführt.
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Dieses Thema im Programm MDR JUMP Die Hits der Woche | 25. November 2017 | 18:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. November 2017, 13:02 Uhr