Bezahlen mit der Kreditkarte an einer Supermarktkasse.
Bildrechte: IMAGO

Stiftung Warentest Abzocke mit kostenlosen Kreditkarten?

Die Stiftung Warentest hat 23 kostenlose Kreditkarten getestet und festgestellt: Auch die können einen ganz schön teuer kommen.

Bezahlen mit der Kreditkarte an einer Supermarktkasse.
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Die Stiftung Warentest hat für die November-Ausgabe von Finanz-Test Kreditkarten unter die Lupe genommen. Vor allem vor den sogenannten Teilzahlungskarten warnen die Tester.

Die Teilzahlungsfalle

Bei der Teilzahlung, die auch als Revolving Credit bezeichnet wird, wird nur ein Teil des ausgegebenen Geldes vom Konto abgezogen. Der Rest bleibt als Schulden weiter auf der Kreditkarte. Die Banken verlangen dafür aber meist horrende Zinsen, heißt es von der Stiftung Warentest.

Das Problem ist da natürlich, dass die Zinssätze sehr hoch sind.

sagt Simeon Gentscheff von der Stiftung Warentest. Meistens würden 12 bis 16 Prozent fällig. Im Extremfall sogar 23 Prozent.

Bei manchen Kreditkarten müsse man diese Option aktiv abwählen, um nicht in eine Kostenfalle zu tappen.

Extra Gebühren im Ausland

Auch auf Reisetauglichkeit wurden die Angebote getestet. Für die meisten Reisenden sei es wichtig, dass die Kreditkarte im Ausland möglichst wenig zusätzliche Kosten verursacht. Bei den meisten Kreditkarten sind das 1,75 Prozent. Heißt, wer im Ausland 100 Euro abhebt, muss 1,75 Euro Gebühren obendrauf bezahlen. Dazu kommt noch eine Auslandseinsatzgebühr, sodass sich das im Test auf bis zu 35 Euro pro Jahr summiert hat.

Die teuerste Kreditkarte im Test kam sogar auf 183 Euro Gebühren im Jahr.

Teure Karten von der Hausbank

Die Stiftung Warentest rät davon ab, einfach ungeprüft eine Kreditkarte von der Hausbank anzufordern. Denn Sparkassen und Volksbanken haben oft teurere Angebot. 20 bis 30 Euro können da im Jahr fällig werden. Dort werden beim Abheben meist zwei bis drei Prozent der Summe nochmal fällig. Oft aber ein Pauschalbetrag von fünf Euro. Stiftung Warentest hat diese Karten allerdings nicht in den Test aufgenommen, weil es sie nicht in ganz Deutschland gibt.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 16. Oktober 2017 | 16:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2017, 15:50 Uhr

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