Mutter kitzelt ihr Kind
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Eine Studie beweist: Wer kitzlig ist, ist sozialer

Bei diesem Thema gibt es zwei verschiedene Typen: Einige Menschen sind kitzlig, andere nicht. Forscher haben jetzt das Phänomen des Kitzelns untersucht.

Mutter kitzelt ihr Kind
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Warum sind wir eigentlich kitzlig? Diese Frage versuchen Forscher weltweit schon lange zu beantworten. Viele Studien blieben bisher ohne konkretes Ergebnis. Jetzt haben Forscher der Humboldt-Universität in Berlin das Phänomen des Kitzelns untersucht. Sie wollten herausfinden, was dabei in unserem Körper passiert.

Ratten reagieren wie Menschen

Eine Ratte wird auf dem Rücken gehalten
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Die Versuche haben sie nicht an Menschen durchgeführt, sondern an Tieren. Um Neues über das Kitzeln heraus zu finden haben die Forscher Ratten gekitzelt. Denn sie reagieren sehr ähnlich wie wir Menschen. Einige sind nicht kitzlig, andere sehr. Die Ratten, die kitzelig sind, geben Geräusche von sich, die dem menschlichen Lachen ähneln. Zusätzlich machen die Tiere im Anschluss kleine Freudensprünge. Was die Forscher zuerst feststellen können: Die verspieltesten Ratten sind auch die kitzligsten.

Das Gehirn reagiert wie beim Spielen

Während des Versuchs wurden auch die Aktivitäten im Gehirn der Tiere gemessen. Bei den Ratten werden bestimmte Zellen aktiv, wenn sie gekitzelt werden. Es ist der gleiche Bereich im Gehirn, der auch genutzt wird, wenn sie spielen. Daraus schließen die Forscher, dass das kitzlig sein ein Trick des Körpers ist, um uns zum gemeinsamen Spielen zu bewegen. Das Ergebnis lässt sich auch auf den Menschen übertragen. Wer sehr kitzlig ist, kommt deshalb auch besser mit Menschen klar, als Menschen, die nicht kitzlig sind.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 03. November 2017 | 15:00 Uhr

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