Ein Mann hat schlechte Laune
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Hirnforschung Ständiges Jammern macht vergesslich

Das Wetter ist schlecht, auf dem Weg zur Arbeit ist mal wieder Stau - es gibt eine Menge Gründe zu Jammern. Forscher haben jetzt rausgefunden, dass zu viel Jammern aber gar nicht gut fürs Gehirn ist.

Ein Mann hat schlechte Laune
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Ständig Stau an der gleichen Stelle? Da tut es ganz gut, den Frust einfach rauszulassen und herzhaft zu jammern. Zu oft sollte man das allerdings nicht machen.

Das Gehirn legt nämlich Muster an, damit es möglichst effizient arbeiten kann. Wenn man in einer bestimmten Situation immer negative Gefühle hat, dann trainiert man sein Gehirn praktisch so, dass diese Gefühle automatisch kommen. Im Zweifel fühlt man sich dann schon schlecht, wenn man nur ins Auto steigt.

Die Synapsen im Gehirn bilden untereinander sowas wie Straßen, auf denen die Informationen unterwegs sind. Wenn die selben Synapsen häufig miteinander kommunizieren, wird das Gehirn so umgebaut, dass sie zusammenrücken, damit der Weg kürzer wird. Wenn man also regelmäßig negative Gefühle hat, erzieht man sein Gehirn so, dass es pessimistische Gedanken besser und schneller verarbeiten kann, als optimistische. Das haben Forscher an der Uni Stanford rausgefunden.

Jammern macht nicht dumm, aber vergesslich

Autos stauen sich auf einer Autobahn
Die Auszeit im Stau nervt. Aber man kann dabei auch an was positives denken. Bildrechte: Colourbox.de

Wer regelmäßig jammert, soll einer zweiten Untersuchung zufolge auch ein schlechteres Gedächtnis haben. Beim Jammern wird nämlich das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet, das in höheren Mengen dafür sorgt, dass der Hippocampus schrumpft. Das ist der Bereich im Gehirn, der für das Gedächtnis zuständig ist.

Ein kleinerer Hippocampus bedeutet ein schlechtes Gedächtnis. Außerdem erhöht Cortisol das Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfälle oder Diabetes.

Positiv denken

Man kann dem Gehirn aber ein Schnippchen schlagen. Denn positive Gedanken wirken genau so stark auf das Gehirn, wie negative. Wissenschaftler an der Universität von Kalifornien haben he rausgefunden, dass sich mit einer positiven Einstellung der Cortisolspiegel um fast ein Viertel senken lässt.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP am Nachmittag | 21.04.2017 | 17.15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. April 2017, 11:10 Uhr