Husteblume

Husteblume
Bildrechte: Techniker Krankenkasse

Bei der Bedienung von Husteblume kann einem schon mal die Puste ausgehen. Keine App im Test war derart umfangreich und gleichzeitig personalisierbar. Wer dafür keinen Nerv hat sondern die schnelle Information in Sachen Pollen sucht, für den könnte Husteblume nicht die optimale Applikation sein. Allen anderen sei verraten, dass jetzt die beste Zeit ist, um wieder Tagebuch zu schreiben! Dann klappt‘s auch mit dem Heuschnupfen.

Fakten:

  • Entwickler: Techniker Krankenkasse
  • Kompatibilität: erfordert iOS 7.1 oder neuer bzw. Android-Version 4.0.3 oder höher
  • Bewertungen: 3,1

Wesentliche Features:

  • Individuelles Symptomtagebuch
  • Dokumentation der Medikamenteneinnahme
  • Persönliche Pollenvorhersage durch Standorterkennung
  • Allergie-Selbsttest mit ausführlicher Auswertung und Behandlungshinweisen
  • Grafische Auswertung des Gesamtbefindens, Symptomen, Medikamenten in wöchentlicher o. monatlicher Darstellung

Nutzungstest:        

Premiere! Husteblume ist die einzige Applikation, die dem Nutzer bei Erststart eine Bedienungshilfe bietet, da sich ihr Aufbau recht komplex gestaltet. Wer seine Daten schützen und den eigenen Standort nicht freigeben will, kann ihn manuell via Postleitzahl eingeben sowie eine Stadt oder Region auswählen. Jetzt wird’s aufwendig, aber auch originell: um Husteblume optimal nutzen zu können, muss jeder Anwender einige Fragen zu seinen Allergiebeschwerden beantworten – keine Sorge, das Formular erhebt keine personenbezogenen Daten. Weiter geht’s mit einem freiwilligen Selbsttest, bei dem Laien prüfen können, ob es sich nicht doch nur um eine Erkältung handelt (Auswertung im Test: 18 von 24 Punkten ergeben eine sehr hohe Allergiebelastung, verbunden mit dem Hinweis, sich an einen Arzt oder Apotheker zu wenden oder gar eine Hyposensibilisierung durchführen zu lassen).

Sollte man sich nicht bereits verschaukelt fühlen, stellt Husteblume jetzt die nächste Forderung. Fünf Tage in Folge soll der Nutzer ein individuelles Symptomtagebuch anlegen, in welchem die persönliche Befindlichkeit hinsichtlich Augen, Nase und Lunge sowie der verabreichten Medikamente hinterlegt werden. So baut sich die App eine wirklich individuelle Pollenvorhersage zusammen und tröstet über die wirklich umfangreiche Inbetriebnahme hinweg. Gezwungen wird dazu niemand, dennoch ist der Funktionsumfang dieser App, sollte man sich die Mühe machen, wirklich überzeugend! Da sind die ausführlichen Behandlungshinweise basierend auf dem gepflegten Symptomtagebuch nur die Kirsche auf der Torte. Das statt der 14 Pflanzen nur acht Allergieerreger zur Verfügung stehen, kann allerdings unter Kritik verbucht werden.

Pollen-App
Bildrechte: MDR JUMP/Colourbox.de