Fröhlicher Mann mit Putzeimer
Bildrechte: IMAGO/Westend61

Gefährliche Reinigungsmittel Putzen kann tödlich sein

Eine Studie der Freien Universität Brüssel enthüllt: Wer viel putzt, erhöht das Sterberisiko um fast 50 Prozent. Mögliche Ursache: Nicht die einzelnen Putzmittel, sondern die Kombination aus verschiedenen Saubermachern und der oft arglose Umgang damit.

Fröhlicher Mann mit Putzeimer
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Wer viel und regelmäßig putzt - zum Beispiel, weil er in der Reinigungsbranche arbeitet, erhöht sein Sterberisiko - als Mann um 45 Prozent, als Frau um rund 16 Prozent. Der Grund hierfür liegt wohl daran, dass Frauen vorsichtiger mit Chemikalien umgehen.

Besonders Krankheiten wie Lungenembolien, Lungenkrebs oder Herz- und Gefäßkrankheiten würden bei Putz-Profis, die täglich Stunden mit Putzmitteln verbringen, vermehrt auftreten. Laut den Forschern sind jedoch nicht nur die Profis, sondern auch wir gefährdet. Sie vermuten, dass wir uns, anders als die Profis, noch weniger Gedanken um die Risiken machen und sorglos mit den Chemikalien umgehen.

60.000 Haushaltsreiniger sind EU weit auf dem Markt

Auf Reinigern gibt es zwar Warnhinweise, aber viele Mittel werden falsch eingesetzt oder gefährlich kombiniert. Zum Beispiel im Bad: Da wird schnell mal Chlorreiniger parallel zum Entkalker benutzt - zusammen kann das Chlorgas erzeugen und die Lunge schädigen. Eine ausführliche Studie, wie gefährlich Reiniger in Kombination sind, gibt es allerdings noch nicht.

Viele Putzwütige nutzen zu Hause auch keine Gummihandschuhe, was dazu führen kann, dass die Giftstoffe der Reiniger über die Haut aufgenommen werden. Das viele Putzen erhöht also das Sterberisiko drastisch.

Putzmittel richtig nutzen

Die Forscher raten, dass man immer mit Handschuhen und eventuell auch mit Mundschutz und Schürze putzen sollte - je nach dem, welche ätzenden Reiniger man verwendet.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP am Mittag | 01.09.2017 | 12:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. September 2017, 13:33 Uhr

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