Mann verzweifelt am Geldautomat
Bildrechte: IMAGO

Girkonto Ist die Zeit des kostenlosen Bankkontos bald vorbei?

Kaum ein Monat vergeht, in dem nicht irgendeine Bank die Gebühren für die Kontoführung anhebt. Das Gratiskonto scheint bald der Vergangenheit anzugehören. Aber noch gibt es Alternativen.

Mann verzweifelt am Geldautomat
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Girokonten sind mittlerweile ein teurer Spaß. Laut Stiftung Warentest kann ein Konto im Jahr bis zu 250 Euro verschlingen. Und die Banken drehen immer weiter an der Gebührenschraube.

Die Zeitschrift Finanztest hat 245 Kontomodelle von 110 Banken getestet. Gerade mal 23 Banken gibt es noch, die Gratiskonten ohne Bedingungen anbieten. Dazu gehört kostenloses Onlinebanking und eine gratis Girokarte. Die einzige Bedingung ist, dass auf dem Konto jeden Monat Gehalt oder Rente eingeht.

Nur Online ist am günstigsten

Am günstigsten ist laut Finanztest, das Konto nur Online zu nutzen. Inklusive Girocard und Onlinebuchungen sollte man dafür nicht mehr als 60 Euro im Jahr bezahlen, sagen die Experten. Dieser Preis sei für die Abwick­lung von Buchungen, je nach Bank das Bereitstellen von Geldautomaten, Beratung sowie sicherer Technik fürs Onlinebanking völlig in Ordnung.

Auch beim Online-Banking lohnt es sich, die Augen offen zu halten. Mehr als 10 Euro im Jahr für TANs oder einen TAN-Generator zahlen zu müssen, ist auch da zu teuer.

Tipps für günstige Konten

Man muss nicht unbedingt die Bank wechseln, wenn man ein kostenloses Konto haben möchte. Oft reicht es schon, bei der eigenen Bank nachzufrage, was für Kontomodelle es gibt. Wenn das nicht weiterhilft, dann kann ist ein Wechsel sinnvoll. Vor allem Direktbanken bieten noch Gratiskonten an. Die haben allerdings den Nachteil, dass es keine Filialen gibt.

Die Bank muss helfen

Beim Kontowechsel müssen Banken seit letztem Jahr außerdem mithelfen. Seit September 2016 gibt es ein Gesetz, dass Banken dazu verpflichtet, bei der Umstellung von Lastschriften, Daueraufträgen und Co. mitzuhelfen. Das muss allerdings nicht gratis sein.

Der Grund für die steigenden Gebühren sind übrigens die Zinsen, die Momentan sehr niedrig sind. Eigentlich soll das für billige Kredite sorgen und so die Wirtschaft ankurbeln. Doch für die Banken ergibt sich daraus ein Problem. Denn sie legen eigentlich das Geld ihrer Kunden an und verdienen an den Zinsen. Niedrige Zinsen bedeuten für die Banken also weniger Gewinn.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Mittag | 22.08.2017 | 12.45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2017, 11:04 Uhr

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