Einbrecher öffnet im Schutz der Dämmerung eine Wohnungstür.
Bildrechte: Colourbox.de

Geld vom Staat Fördergeld für Einbruchschutz

Sachsen hat ein Problem mit Einbrüchen. Um dem Herr zu werden, stellt die sächsische Regierung Fördermittel für den Einbruchschutz bereit.

Einbrecher öffnet im Schutz der Dämmerung eine Wohnungstür.
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In Sachsen und Sachsen-Anhalt steigt die Zahl der Einbrüche. Letztes Jahr gab es laut der sächsischen Kriminalitätsstatistik täglich 13 Einbrüche in Sachsen. Nur in Thüringen ging die Zahl zurück.

In Sachsen und Sachsen-Anhalt wurde gerade mal ein gutes Fünftel der Einbrüche aufgeklärt, in Thüringen liegt die Quote bei gut 30 Prozent. Die Polizei betont deshalb auch immer wieder, wie wichtig gute Sicherheitsvorkehrungen sind. Wer eine sichere Tür oder eine Alarmanlage einbaut, der kann am Ende potentielle Einbrecher abschrecken. Und: dafür gibt es Zuschüsse vom Staat.

Geld für Türschlösser und Co.

Diese staatlichen Zuschüsse stoßen auf viel Interesse. "Die große Nachfrage zeigt, dass es da einen Bedarf gibt", lässt Bundesbauministerin Hendricks verlauten. Deshalb hat die Regierung die Förderung ausgeweitet und die Förderschwelle gesenkt. Demnach werden jetzt auch kleinere Sicherheitsmaßnahmen, wie neue Türschlösser, gefördert. Bisher musste man mindestens 2.000 Euro in die Hand nehmen, um für die Förderung in Frage zu kommen. Die KfW schießt maximal 1.500 Euro zu. Die Förderung kann man bundesweit beantragen.

Wie viel gibts?

2016 hat die KfW zum Beispiel in Sachsen 230.000 Euro für Einbruchschutz bezahlt. Insgesamt hätten dort letztes Jahr mehr als 900 Immobilienbesitzer und Mieter die Zuschüsse in Anspruch genommen.

Um das Geld zu bekommen, müssen Immobilienbesitzer und Mieter vor Beginn der Umbaumaßnahme einen Förderantrag bei der KfW stellen. Sobald die Zusage da ist, kann der Umbau beginnen. Außerdem müssen die Schutzmaßnahmen durch Handwerker eingebaut werden.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP am Abend | 30.03.2017 | 19.40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. März 2017, 10:26 Uhr