#HappyBirthday Seit zehn Jahren gibt es Hashtags

Mit einem Tweet fing alles an. Hashtags sind heute ein unverzichtbarer Teil des Internets. Jetzt feiern sie schon ihren zehnten Geburtstag.

Mit einem Tweet fing alles an. Vor zehn Jahren schlug der Amerikaner Chris Messina vor, die Raute zu benutzen, um Twitter übersichtlicher zu machen. Bis dahin hatte der Dienst nämlich gar keine Suchfunktion. Damit man auf Google zusammengehörige Unterhaltungen trotzdem finden kann, schlug Messina auf Twitter eine einfache Lösung vor.

how do you feel about using # (pound) for groups. As in #barcamp [msg]?

Chris Messina

Warum muss ich den Tweet erst laden?
Tweet laden

Twitter ignorierte den Vorschlag von Messina erst. Dem Unternehmen war er zu "nerdig", wie Messina in einem Interview erzählte. Erst 2009 wurde von Twitter der Hashtag als Link eingeführt.

A # is born

Von da ab wurden Hashtags zum Symbol für soziale Medien schlechthin. Er findet sich auf Songs, in den Titeln von Alben, auf T-Shirts und sogar einen Hashtag-Energy-Drink gibt es mittlerweile.

Und natürlich gab es auch Hashtags, die die öffentliche Diskussion über Themen geprägt haben. Unter "#JeSuisCharlie" wurde den Opfern des Anschlags auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo gedacht. Unter "#Aufschrei" gab es in Deutschland eine heftige Diskussion über sexuelle Belästigung und die Benachteiligung von Frauen im Alltag. Unter dem "#Flut" war alles zum Hochwasser 2013 zu finden.

Mittlerweile hat fast jedes Netzwerk, das was auf sich hält, Hashtags. Von Tumblr über Instagram bis Facebook, ein Internet ohne ist fast unvorstellbar.

Ohne Hashtag ist es nicht passiert

Und heute? Zum zehnten Geburtstag ist die Hashtag-Euphorie etwas abgeflaut. Jedes Großevent und vor allem Marketingaktionen versuchen mit Hashtags Leute dazu zu bringen, darüber zu reden. Dabei kommt auch immer wieder Lächerliches bei rum, Stichwort: "#fedidwgugl".

Ohne Hashtags wäre das Internet heute definitv unübersichtlicher und um eine Sache ärmer. Und auch um die Erfahrung, dass man sich die wichtigen Werkzeuge um sich zurechtzufinden manchmal auch einfach selber machen muss, so wie Chris Messina.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP am Vormittag | 23.08.2017 | 11:20 Uhr

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