Im Hintergrund: eine Laptoptastatur, dunkler Laptop. Im Vordergrund: 2 Hände. Rechte Hand hält ein Smartphone mit schwarzem Bildschirm, linke Hand hält 4 Fünzig-Euro-Scheine und 4 Zwanzig-Euro-Scheine
Abo-Fallen können schnell teuer werden. Bildrechte: Colourbox.de

Vorsicht, Fake! Abo-Falle statt Rewe-Gutschein

Kettenbriefe gibt es so lange, wie es Messengerdienste gibt. Und auch Betrüger machen sich die Masche immer wieder zunutze, um an Nutzerdaten zu kommen. Die neueste Betrugsmasche: Ein Rewe-Gutschein. Das Fatale daran ist, die Nachricht kommt von den eigenen Freunden.

Im Hintergrund: eine Laptoptastatur, dunkler Laptop. Im Vordergrund: 2 Hände. Rechte Hand hält ein Smartphone mit schwarzem Bildschirm, linke Hand hält 4 Fünzig-Euro-Scheine und 4 Zwanzig-Euro-Scheine
Abo-Fallen können schnell teuer werden. Bildrechte: Colourbox.de

Wie die Falle funktioniert

Die Nachricht klingt im ersten Moment super: "REWE verschenkt 250 Euro-Gutscheine!“ Du musst nur auf einen Link klicken und schon geht’s los. Der Link ist aber eine Falle. Nach dem Klicken kommst du auf eine Seite, auf der du zum Beispiel die Frage beantworten musst "Wie viele Personen leben in Deinem Haushalt?“ Nach ein paar weiteren Fragen, musst du die Nachricht an zehn deiner WhatsApp-Kontakte weiterleiten oder den Beitrag bei Facebook teilen. So verbreitet sich die Falle rasend schnell.

Erst danach kannst du den angeblichen Rewe-Gutschein abholen, durch einen weiteren Klick auf einen Link. Der führt aber nicht zu einem Gutschein, sondern auf eine zwielichtige Dating-Seite. Beantwortest du weitere Fragen, landest du sogar im App-Store und kannst noch eine Dating-App herunterladen. Installierst du die App, wird sofort ein Abo aktiviert. Und das kann schnell teuer werden. Statt des versprochenen Gutscheins, wirst du zur Kasse gebeten.

Mittlerweile sind zumindest einige der Links, die über Facebook verbreitet wurden, nicht mehr zugänglich.

So kannst du dich schützen

Wie das Beispiel zeigt, lassen sich Betrüger immer wieder Neues einfallen, um Nutzer in die Falle zu locken. Was ihr beachten könnt, um euch vor fiesen Abos und Viren zu schützen:

zwei junge Männer und eine junge Frau sitzen vor einem Bildschirm
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Dateianhänge nie ungeprüft öffnen.

Dateianhänge nie ungeprüft öffnen.

Egal, ob Bilder, Dokumente oder andere Anhänge: nicht einfach öffnen. Dadurch können Schadsoftwares oder Viren installiert werden. Wer sich unsicher ist, sollte lieber noch mal beim Absender nachfragen.

Junge Frau mit dunklen Haaren tippt auf einem Tablet, im Hintergrund Menschen, unscharf
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Links nicht einfach anklicken.

Links nicht einfach anklicken.

Selbst, wenn die Links von Freunden oder Bekannten kommen, nicht einfach drauf klicken. Auch hier gilt: wer sich unsicher ist, sollte lieber noch mal beim Absender nachfragen.

Smartphone-Hintergrund mit vielen bunten App-Icons
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Apps nur aus sicheren Quellen downloaden.

Apps nur aus sicheren Quellen downloaden.

Apps am besten nur aus dem App Store von Apple oder dem Google Play Store herunterladen. Dann ist die Gefahr, in die Abofalle zu tappen, oder Schadsoftwares zu installieren, relativ gering. Aber auch Sicherheits-Apps bieten nicht immer den gewünschten Schutz.

Gelbe Sterne auf weißem Grund, wie in einer Bewertung
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Auf Bewertungen achten.

Auf Bewertungen achten.

Vorsicht vor Apps, die erst seit Kurzem auf dem Markt sind, oder noch keine Bewertungen haben. Auch sie könnten schädlich sein. Such in solchen Fällen lieber weiter nach einer anderen App.

Frau mit rosa Fingernägeln hält ein Smartphone, auf dem Bildschirm sind Icons zu sehen
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Drittanbietersperre einrichten.

Drittanbietersperre einrichten.

Eine Drittanbietersperre kannst du beim Mobilfunkanbieter einrichten lassen. Sie verhindert, dass Dienste von Drittanbietern hohe Kosten verursachen können, wie zum Beispiel Handyspiele oder kostenpflichtige Abos. Eine solche Sperre einzurichten, ist kostenlos.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 07. September 2017 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. September 2017, 08:34 Uhr

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