Taylor Swift
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Taylor Swift Prozess gegen Po-Grapscher

Für Popstars gehört es dazu, Fotos von sich machen zu lassen. Doch der Fototermin von Taylor Swift mit dem DJ David Mueller wird nun vor Gericht verhandelt.

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Das ist passiert

Die Gerichtszeichnung zeigt die US-Sängerin Taylor Swift (l) zusammen mit ihrem Anwalt und ihrer Mutter in einem Bundesgericht in Denver (USA).
Die Gerichtszeichnung zeigt die US-Sängerin Taylor Swift zusammen mit ihrem Anwalt und ihrer Mutter im Bundesgericht in Denver. Bildrechte: dpa

Taylor Swift beschuldigt den DJ, ihr vor einem Konzert 2013 unter den Rock gegriffen und an den Po gegrapscht zu haben. Das hatte schwere Folgen für den DJ: Er wurde aus der Konzerthalle geworfen und verlor nur zwei Tage später seinen Job bei einem Radiosender, weil die Sängerin auch seinen Arbeitgeber darüber informierte. Zur Polizei wollte Taylor Swift aber nicht gehen, um zu viel Aufmerksamkeit zu vermeiden.

2015 reichte Mueller wegen dieser Beschuldigungen eine Klage gegen Taylor Swift und ihr Team ein und erklärte, dass die Behauptungen ihn um sein Jahresgehalt von 150.000 US-Dollar gebracht hätten. Vor Gericht verlangte er deshalb drei Millionen Dollar Schadensersatz von Taylor Swift. Jetzt läuft die Gegenklage von Taylor.

Die Sicht der Eltern

Ihre Mutter Andrea Swift erzählte vor Gericht, dass sie zwar bei dem Vorfall selbst nicht dabei war, ihre Tochter aber verstört gewesen sei, als sie ihr davon berichtete. Taylor Swift selbst sagte zu dem Vorfall:

Es war auf jeden Fall ein Grapscher, ein sehr langer Grapscher.

DJ David Mueller wies die Grapsch-Vorwürfe zurück und behauptete, sie zwar berührt zu haben, aber nicht am Hintern. Er habe lediglich "den Brustkorb, eine Rippe oder Rippen" berührt. Taylor Swift wies das aber zurück:

Er hat nicht meine Hand angefasst. Er hat nicht meinen Arm angefasst. Er hat nicht meine Rippen angefasst. Er hat meinen nackten Po angefasst.

Teilerfolg für Swift

Jetzt konnte sie im Prozess einen Teilerfolg erreichen. Der Richter hat die Sängerin entlastet. Er ist der Meinung, Taylor Swift sei nicht dafür verantwortlich, dass der Radio-DJ David Mueller seinen Job verloren hat. Zumindest fehlen dafür die Beweise. Der Prozess ist aber noch nicht beendet. Es muss weiterhin entschieden werden, ob tatsächlich sexuelle Belästigung vorliegt. Taylor Swift verlangt in ihrem Prozess eine symbolische Entschädigung von einem Dollar. Damit will sie anderen Frauen zeigen, dass man sich gegen sexuelle Übergriffe wehren könne.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP am Abend | 11.08.2017 | 20:40 Uhr

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